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Bei Asthma sollten Schwangere die Behandlung abwägen

pixelio.de (JMG) © pixelio.de (JMG)

Wenn Schwangere glukokortikoidhaltige Asthmasprays verwenden, steigt zwar das Risiko für hormonelle und Stoffwechselerkrankungen des Neugeborenen. Der Nachwuchs ist aber nicht anfälliger für eine Vielzahl anderer Krankheiten. Das zeigt eine Studie eines internationalen Forscherteams in Mitwirkung der Universität Basel. Ein bekannter Wirkstoff aus der Gruppe der Glukokortikoide ist Corison. Bisher galten cortisonhaltige Asthmasprays als ungefährlich.

Einzelfall stets abklären lassen

Das Medikament führte offenbar nicht zu Schwangerschaftskomplikationen, fötalen Fehlbildungen, Frühgeburt oder niedrigem Geburtsgewicht. Die Baseler Forscher gingen aber der Frage nach, ob es langfristige Konsequenzen für die Gesundheit des Kindes gibt. "Wir geben keine pauschalen Empfehlungen an Schwangere bezüglich Behandlung von Asthma während der Schwangerschaft. Dies muss im Einzelfall abgeklärt werden", sagt Gunther Meinlschmidt, ein Autor der Studie.

Falls Schwangere unter Asthma leiden, sollten sie mit dem Arzt ihres Vertrauens Rücksprache halten, um die Notwendigkeit einer Behandlung während der Schwangerschaft zu besprechen. "Wie immer sollte dabei der Nutzen einer Asthmabehandlung mit Glukokortikoiden gegenüber möglichen Risiken abgewogen werden", rät Meinlschmidt. Die Mediziner der Uni Basel haben mit Kollegen des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts sowie der Universitäten in Los Angeles und Aarhus die Daten von mehr als 4.000 schwangeren Frauen analysiert.

Risiken durch Inhalate beobachten

Alle untersuchten Frauen litten während der Schwangerschaft an Asthma. Das Ergebnis: Kinder deren Mütter während der Schwangerschaft glukokortikoidhaltige Inhalate verwendeten, leben mit einem höheren Risiko für hormonelle und Stoffwechselerkrankungen. Diese Kinder sind jedoch für viele andere Erkrankungen nicht anfälliger, wie etwa Infektionskrankheiten, Erkrankungen des Verdauungstraktes oder Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Die Forschenden interpretieren die Daten aufgrund der zahlreichen Erkrankungen, deren Auftretenswahrscheinlichkeit durch das Medikament offenbar unbeeinträchtigt blieb, als ermutigend. Immerhin sei unbehandeltes Asthma in früheren Studien mit einer Reihe von Schwangerschafts- und Gesundheitskomplikationen in Verbindung gebracht worden. Wichtig sei, mögliche Risiken durch Inhalate mit Cortison für den Hormon- und Stoffwechselhaushalt des Kindes im Auge zu behalten und weiter zu untersuchen.

Autor: pressetext.de, Oranus Mahmoodi (Stand: 21.12.2011)

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