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Spenderlunge: Ursache für Transportschäden gefunden

Wikimedia (AndreasHeinemann) © Wikimedia (AndreasHeinemann)

Das Einsetzen einer Spenderlunge bei unheilbaren Lungenkrankheiten gehört zu den schwierigsten Aufgaben für Chirurgen. Oft machen Transportschäden das Atemorgan unbrauchbar - was angesichts der geringen Zahl der Spenderlungen ein großer Verlust ist. Warum diese Schäden auftreten und was man dagegen tun könnte, haben nun Forscher der Universität München herausgefunden. Über die Ergebnisse berichten sie in der Zeitschrift "Nature Communications".

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Gefährliche Durchlässigkeit
Die Transplantation der Lunge hat eine deutlich geringere Erfolgsrate als etwa jene von Niere, Herz oder Leber. "Ein Grund dafür ist, dass das isolierte, undurchblutete Organ bei der Entnahme aus dem toten Spender geschädigt wird", erklärt der Pharmakologe und Studienautor Thomas Gudermann. Dieser sogenannte "Ischämie-Reperfusions-Schaden" entsteht dadurch, dass die Lungenendothel-Zellen an der Blutbahn-Innenseite durchlässiger werden, konnten die Forscher nun im Mausmodell zeigen.

Abdichten durch Medikamente möglich
Wasser und Immunzellen dringen somit leichter in die Lunge ein und lösen Entzündungen aus. Dadurch wird Gewebe zerstört und weitgehend funktionslos gemacht. Die Folge ist, dass wiederdurchblutete Spenderlungen nach der Transplantation meist versagen. Allerdings könnten in Zukunft Medikamente diese frühen Schäden verringern, glaubt Gudermann. "Wir konnten zwei Proteine - die NADPH-Oxidase 2 (Nox2) und der Calciumkanal TRPC6 - identifizieren, die die Durchlässigkeit wesentlich beeinflussen. Diese gilt es zu blockieren."

Lange Warteliste
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 292 Mal, in Österreich 58 Mal beide Lungenflügel aus toten Spendern transplantiert. Deutlich länger ist die Warteliste für künftige Lungenspenden: In Deutschland stehen 580, in Österreich 65 Patienten, geht aus den Statistiken von Eurotransplant hervor.

Autor: pressetext.de; Johannes Pernsteiner (Stand: 30.01.2012)

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