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Handy-Hand deutet auf dominante Gehirnhälfte

photocase.com (danuela) © photocase.com (danuela)

Wer vorwiegend mit der linken Gehirnhälfte denkt, verwendet beim Telefonieren eher die rechte Hand, um das Handy ans rechte Ohr zu halten - und umgekehrt. Denn rund 70 Prozent der Menschen halten das Handy in der Hand, die bei ihnen dominant ist, behaupten Forscher vom Detroiter Henry Ford Hospital auf dem Treffen der Vereinigung der HNO-Forscher.

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Rechtshänder telefonieren rechts

Die Forscher befragten 700 Personen online nach der bevorzugten Schreibhand, nach der Handy-Nutzungsdauer und nach dem "Telefonohr". Demnach waren 90 Prozent Rechts-, neun Prozent Links- und ein Prozent Beidhänder bei einer Gesprächsdauer von durchschnittlich 570 Minuten pro Monat. 68 Prozent der Rechtshänder hielten das Handy ans rechte Ohr, 25 Prozent ans linke und bei sieben Prozent gab es keine Präferenz. Linkshänder bevorzugten zu 72 Prozent Links, zu 23 Prozent Rechts und zu fünf Prozent beide Seiten.

Mitschreiben nicht mehr wichtig

"Der Umgang der Hände mit dem Telefon dürfte sich seit dem Handy-Aufkommen im vergangenen Jahrzehnt grundlegend geändert haben. Früher war die bevorzugte Hand des Hörerhaltens eindeutig jene, die der Schreibhand gegenüber lag, damit ein Notizenmachen möglich war", erklärt Johanna Sattler, Leitern der ersten deutschen Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder und umgeschulte Linkshänder e.V.

Vor der Handy-Ära telefonierten Vorschulkinder vorwiegend mit der dominanten Hand, Jugendliche und Erwachsene mit der anderen. Aktuell beobachtet die Psychologin in dieser Hinsicht einen Generationenwandel: "Besonders bei Jugendlichen dürfte die Shreibhand immer weniger das Telefonierverhalten bestimmen." Auch die Verwendung von Ohrstöpseln dürfte dazu beigetragen haben.

Handynutzung als Analysetool

US-Studienleiter Michael Seidmann glaubt, dass die Ergebnisse Auswirkungen für die Verortung des Sprachzentrums im Gehirn haben, könnte man diese doch künftig auch durch die Beobachtung der Telefonnutzung feststellen. Einige verzerrende Faktoren gibt es allerdings, müssen die Forscher zugeben - so haben etwa auch Hörprobleme messbaren Einfluss auf die Wahl des Telefonohrs.

Autor: pressetext.de; Johannes Pernsteiner (Stand: 22.02.2012)

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