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Müttersterblichkeit binnen 20 Jahren halbiert

photocase.de © photocase.de

Sowohl Fortschritte als auch Rückstände vermeldet die WHO bei der Erreichung der UN-Millenniumsziele Nummer vier und fünf: Die Zahl der Mütter, die um den Zeitpunkt der Geburt ihres Kindes sterben, betrug 2010 nur noch 47 Prozent der Zahl von 1990. Auch bei der Sterblichkeit gibt es in vielen Regionen ein Vorwärtskommen. Dennoch hat sich die Situation in vielen Entwicklungsländern kaum gebessert, berichtet Elizabeth Mason, Direktorin für Gesundheit der Mütter, Neugeborene, Kinder und Jugendliche bei der WHO.

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Ziele noch in Reichweite

220 Seiten umfasst der am gestrigen Mittwochabend veröffentlichte Bericht "Building a Future for Women and Children". Er ist eine Vorbereitung für das Jahr 2015, der Zeitpunkt zu dem die Millenniums-Entwicklungsziele umsetzt sein sollen. Ziel Nummer vier fordert die Verringerung der Müttersterblichkeit um drei Viertel, Nummer fünf und der Kindersterblichkeit um zwei Drittel, jeweils in den 75 am wenigsten entwickelten Ländern. "Für jedes Land wurden nun Zwischenergebnisse ermittelt, um zu zeigen, welche Strategien bisher erfolgreich waren", erklärt Mason.

Gut unterwegs sind etwa Äquatorialguinea, Nepal und Vietnam, wo die Müttersterblichkeit bereits um über 75 Prozent gedrosselt wurde. In 25 Ländern stagniert die Situation jedoch weiterhin. Ähnlich haben zwar 23 Länder die Säuglings- und Kindersterblichkeit um zwei Drittel reduziert, 13 jedoch noch gar keine Besserungen erzielt. Statt zwölf Mio. gibt es nunmehr 7,6 Mio. jährliche Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren. "Beschleunigt sich der Fortschritt der vergangenen Jahre, sind die Ziele zumindest in den Gesamtzahlen erreichbar. In vielen Ländern gilt das jedoch nicht", so die Analyse der Experten.

Aufholbedarf bei Frühgeburten und Ernährung

Weitere Fortschritte sind am ehesten bei der Säuglingssterblichkeit denkbar: 40 Prozent der Säuglingstode finden im ersten Lebensmonat statt, wobei fast alle davon verhindert werden könnten. Ansetzen müsste man vor allem bei der Prävention und Versorgung von Frühgeburten, die selbst in Industrieländern bereits jedes zehnte Kind betreffen. Auch die ausgewogene und ausreichende Ernährung ist zentrales Thema: Ihr Fehlen ist an jedem dritten Kindstod und an jedem fünften Müttertod beteiligt und sorgt außerdem häufig für zu geringe Körpergröße.

Einige der Hürden sind struktureller Natur: 40 der 75 Entwicklungsländer widmen weniger als ein Zehntel ihrer Budgets für das Gesundheitssystem, und sogar in 53 Ländern fehlt es eklatant an Gesundheitsbediensteten. Wegweiser sind hier Ghana, Malawi, Laos und Tansania, die mit neuen Strategien qualifizierte Fachkräfte anheuern. Daneben gilt es, versprochene Geldmittel richtig einzusetzen: 40 Mrd. Dollar - zwei Drittel davon von den Entwicklungsländern selbst - hat die WHO in der 2010 gestarteten "Global Strategy for Women's and Children's Health" auf die Beine gestellt.

Autor: pressetext.de; Johannes Pernsteiner (Stand: 14.06.2012)

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