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Kindesmissbrauch: Angst lässt Ärzte oft schweigen

pixelio.de (segovax) © pixelio.de (segovax)

Ärzte sollten sich nicht davor scheuen, den Verdacht eines Kindesmissbrauchs sofort zu melden, fordert der britische General Medical Council. Die Behörde kritisiert, dass besonders eklatante Fälle und die Sorge über Beschwerden der Eltern Ärzte oft daran hindern, Alarm zu schlagen. Neue Richtlinien sollen den Medizinern nun das Selbstbewusstsein geben, entschlossen zu handeln. So sei das Risiko eines Missbrauchs genau zu überprüfen. Festgelegt wird auch, wann es angebracht ist, Informationen über Patienten weiterzugeben.

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Die Richtlinie folgt Ängsten, die von Ärzten gemeldet wurden. Laut vielen Ärzten herrscht nicht selten ein Klima der Angst vor, das manche in der Vergangenheit zwei Mal darüber nachdenken ließ, ob sie wirklich eine Meldung machen sollten. Dazu gehörte auch Kritik am Vorgehen der Behörde im Umgang mit Ärzten, die falsche Beweise geliefert haben sollen.

Meldungen gegen etwaige Beschwerden

Die Richtlinien, die auf vor sechs Jahren veröffentlichten Empfehlungen aufbauen, wurden nach einer zweijährigen Überprüfung veröffentlicht. Ausgelöst wurde diese Entscheidung unter anderem dadurch, dass viele Gelegenheiten nicht genutzt wurden, dem 17 Monate alten Peter Connelly zu helfen.

"Baby P" starb im August 2007 nach monatelangem Missbrauch. GMC-Chef Niall Dickson fordert, dass der Schutz der Kinder für die Ärzte ein komplexer und emotional fordernder Bereich ihrer Arbeit sein sollte. "Ärzte, die basierend auf diesen Richtlinien Entscheidungen treffen, werden ihre Aktivitäten rechtfertigen können, wenn Beschwerden gegen dieses Vorgehen eingereicht werden."

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 10.07.2012)

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