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Aspirin: Bakterien-Screening gegen Magenblutung

photocase.de (die-kreativen.ch) © photocase.de (die-kreativen.ch)

Menschen zwischen 50 und 70 Jahren sollten in großem Stil darauf gescreent werden, ob sie ein erhöhtes Risiko von Magenblutungen durch tägliche Aspirin-Einnahme haben. Das erklärt Jack Cuzick von der University of London gegenüber der BBC Newsnight.

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Rund ein Drittel dieser Personengruppe trägt das Bakterium Helicobacter pylori in sich, das das Risiko für Magenblutungen verdreifacht. Die Behandlung ist sehr einfach durch Antibiotika möglich. Frühere Studien haben belegt, dass geringe Mengen von Aspirin das Krebsrisiko senken können. Die schwerste Nebenwirkung von Aspirin sind jedoch Magenblutungen.

Stellungnahme steht bevor

Cuzick erklärt, dass das Screening die Entscheidung für Aspirin deutlich erleichtern würde. "Der Test kostet wenig, ist sehr einfach durchzuführen und die Behandlung selbst dauert nicht länger als fünf Tage." Laut dem Experten ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, wer mit Helicobacter pylori infiziert ist.

Bereits in einigen Wochen dürfte sich die Royal Society of Medicine offiziell zu Risiken und Vorteilen der langfristigen Aspirin-Einnahme äußern. "Wir werden darauf drängen, dass dieser Zusammenhang sehr wichtig ist und näher untersucht werden muss", betont der Wissenschaftler.

Krebsrisiko deutlich gesenkt

Die Royal Society of Medicine hat sich bereits 2009 mit dem Thema Aspirin und Krebsprävention beschäftigt und ist nun erneut aktiv geworden, da sich die Hinweise auf mögliche gesundheitliche Vorteile häufen. Die Einnahme geringer Mengen von Aspirin über fünf Jahre halbiert beispielsweise das Darmkrebs-Erkrankungsrisiko, haben Oxforder Forscher um Peter Rothwell gezeigt. Cuzick betonte jedoch, dass die neuesten Daten noch viel eindeutigere Ergebnisse in diese Richtung lieferten.

Im vergangenen Jahr wiesen Studienergebnisse darauf hin, dass eine geringe tägliche Dosis des Medikaments das Risiko bei Speiseröhrenkrebs um 66 Prozent und bei Lungenkrebs um 25 Prozent verringern kann. Bei allen soliden Tumoren ergab sich ebenfalls ein Senkung des Risikos um 25 Prozent. In diesem Jahr wurden die Auswirkungen von Aspirin auf die Ausbreitung von Krebs untersucht und es zeigte sich, dass sich das Risiko einer sekundären Ausbreitung auf Lungen, Leber und Gehirn reduzieren lässt. Geringe Mengen werden auch gegen das Risiko eines Herzanfalls und eines Schlaganfalls empfohlen.

Dosierung braucht Regeln

Einen deutlichen Aufholbedarf gibt es derzeit bei den Richtlinien. Sowohl in Großbritannien als auch in vielen anderen Ländern fehlen genaue Vorgaben, wer sich für eine Einnahme von Asprin entscheiden sollte oder wie hoch die beste Dosierung ist.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 17.07.2012)

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