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Sport: Häufige Ortswechsel machen Athleten krank

wikipedia - Bundesjugendspiele © wikipedia - Bundesjugendspiele

Hochleistungssportler, die für einen Wettkampf mehr als fünf Zeitzonen überqueren, verfügen laut einer in BMJ über ein mehr als doppelt so hohes Risiko einer Erkrankung. Das Team um Martin Schwellnus von der University of Cape Town argumentiert, dass die anderen Bakterien und Allergene in der neuen Umgebung Auswirkungen auf die Athleten haben. Damit könnte sich laut den Wissenschaftlern für die britischen Sportler ein weiterer Heimvorteil bei den derzeit in London stattfindenden Olympischen Spielen ergeben.

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259 Elite-Profis untersucht

Bisher wurde allgemein angenommen, dass internationales Reisen zu mehr Erkrankungen führt. Verantwortlich gemacht wird dafür jedoch das Fliegen. Die aktuelle Studie legt jedoch nahe, dass die Erkrankungen eher darauf zurückzuführen sind, dass sich ein Mensch nicht mehr in seinem normalen Umfeld befindet. "Der Flugstress scheint keine Auswirkungen auf die Sportler zu haben. Die Veränderungen der Luftverschmutzung, der Temperaturen, der Allergene, der Luftfeuchtigkeit, der Seehöhe und eine andere Ernährung, andere Bakterien sowie eine andere Kultur könnten dazu beitragen, dass die Athleten bei ihrer Ankunft in einem weit entfernten Land erkranken."

Für die Studie wurde die Gesundheit von 259 Elite-Rugbyspielern untersucht, die 2010 am Super 14 Rugby Tournament teilgenommen hatten. 16 Wochen lang spielten Teams aus Australien, Südafrika und Neuseeland in allen drei Ländern. Bei Heimspielen, die vor den internationalen Reisen stattfanden, entfielen auf 1.000 gespielte Tage 15 Erkrankungen. Bei Spielorten, an denen die Sportler mit einem Zeitunterschied von mehr als fünf Stunden konfrontiert waren, stieg dieser Wert auf 33 Erkrankungen an. Bei Spielen, die nach der Rückkehr von internationalen Reisen wieder im Heimatland gespielt wurden, sank der Wert wieder auf elf.

Nicht jeder reagiert gleich

Fast ein Drittel der Erkrankungen entfiel auf die Atemwege, darauf folgten Darmprobleme sowie Erkrankungen der Haut und der Weichteile. Die Experten argumentieren, dass diese Ergebnisse für die Olympischen Spiele von Bedeutung sind und zu einem Heimvorteil beitragen könnten. Die Wissenschaftler unterstreichen auch, dass sich die Studie auf einen Wettbewerb konzentriert, der zwischen Februar und Mai mit wöchentlichen Spielen stattgefunden hat. Bei den Olympischen Spielen treten die Sportler normalerweise nur einmal in einem Wettkampf an.

Die aktuelle Forschungsarbeit untersucht auch, welche Spieler anfälliger für Krankheiten sind. Manche Menschen reagieren einfach sensibler als andere auf eine neue Umgebung. Andere Faktoren, die zu einem Heimvorteil beitragen, sind die bekannte Umgebung und die Unterstützung des Publikums. Es gibt aber auch in diesem Bereich Faktoren, die sich negativ auswirken können. Dazu gehören ein höherer Erwartungsdruck und die Angst, gerade zu Hause zu versagen.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein(Stand: 09.08.2012)

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