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Alkohol-Lebertest macht Gefährdung sichtbar

Ein Bluttest, der wie eine Verkehrsampel auf eine mögliche Gefahr hinweist, kann laut Wissenschaftlern der University of Southampton einen verborgenen Leberschaden durch zuviel Alkohol sichtbar machen. Das Team um Nick Sheron geht davon aus, dass jeder, der zum Beispiel mehr als drei bis vier Flaschen Wein pro Woche trinkt, einem ernstzunehmenden Risiko ausgesetzt ist. Laut den Forschern sollte der Test in Zukunft von praktischen Ärzten angeboten werden.

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Über 1.000 Patienten getestet

Als Argumentationsgrundlage dient dient den Experten der Umstand, dass viele Menschen ihr Trinkverhalten nicht realistisch einschätzen können. Denn häufig wird ein Problem erst dann erkannt, wenn es schon zu spät ist und die Leber beginnt zu versagen. Der sogenannte Ampeltest ermöglicht ein frühes Erkennen einer möglichen Gefahr, wie die BBC berichtet.

So bedeutet die Farbe Grün, dass eine Schädigung unwahrscheinlich ist. Gelb lässt hingegen den Schluss zu, dass eine 50-prozentige Chance für eine Gefährdung besteht. Rot bedeutet, dass die Leber sehr wahrscheinlich bereits geschädigt ist. Der neue Test kombiniert ein bereits auf dem Markt befindliches Produkt mit zwei weiteren, die das Ausmaß der Narbenbildung, also der Fibrose feststellen können. Die Wissenschaftler testeten bisher mehr als 1.000 Patienten in ihrer Leberklinik.

Es zeigte sich, dass der Ampeltest auch gut für die Erstellung einer Prognose bei einer Lebererkrankung geeignet ist. Die Hälfte der Patienten bekam rotes Licht. Rund ein Viertel der Betroffenen starb innerhalb der nächsten fünf Jahre. Keiner der Studienteilnehmer, die grünes Licht erhalten hatten, starb oder litt in der Folge an Komplikationen. Details der aktuellen Studie wurden im British Journal of General Practice veröffentlicht.

Große Bereitschaft zum Testen

Die Wissenschaftler untersuchten auch, ob der Test in der Primärversorgung eingesetzt werden kann. Erste Ergebnisse von rund 400 gefährdeten Alkoholkonsumenten in zehn verschiedenen Institutionen zeigten, dass viele Patienten bereit sind, den Test zu machen. Es zeigte sich auch, dass die Testergebnisse einen Einfluss auf das Verhalten der Betroffenen haben können. Ein Drittel derer, die grünes Licht erhalten hatten, tranken in der Folge weniger Alkohol. Mehr als zwei Drittel mit gelbem oder rotem Licht tranken dann ebenfalls weniger.

Laut Sheron sollten aber nicht nur Personen untersucht werden, die mehr als die empfohlenen Mengen trinken, sondern auch jene, die trinken und übergewichtig sind oder an Typ-2-Diabetes leiden. Auch für sie bestehe ein erhöhtes Leberrisiko. Regelmäßiger Alkoholkonsum bedeutet, dass jeden Tag oder an den meisten Tagen Alkohol getrunken wird. Das Royal College of Physicians empfiehlt, dass Männer nicht mehr als 21 alkoholische Einheiten pro Woche zu sich nehmen. Für Frauen liegt dieser Wert bei 14.

Zusätzlich werden zwei bis drei Tage pro Woche ohne Alkohol empfohlen. In einem kleinen Glas Wein sind laut diesen Berechnungen zum Beispiel eineinhalb Einheiten Alkohol enthalten. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in Großbritannien rund zehn Mio. Menschen, das entspricht einem von fünf Erwachsenen, mehr Alkohol trinken als empfohlen.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 29.08.2012)

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