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Rauschgiftsucht: Modell zeigt Verlauf und sorgt vor

Mitarbeiter des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto dei Sistemi Complessi haben ein mathematisches Modell zur Beurteilung der Abhängigkeit von Drogensüchtigen erarbeitet. Danach soll die Entstehung der Rauschgiftabhängigkeit vor allem von einem besonderen Lebensereignis und weitaus weniger von der Verfügbarkeit an Geldmitteln abhängen.

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Statistik entscheidend

"Wir haben uns die Modelle der statistischen Physik unter Anwendung der Wahrscheinlichkeitstheorie und des Gesetzes der großen Zahlen zunutze gemacht", so Projektleiter Luciano Pietronero. Dabei wurden nicht nur objektive Beurteilungskriterien, sondern auch empirische, auf die Entwicklung der Einzelperson bezogenene Parameter berücksichtigt.

In die Bewertung eingeflossen sind die Erkenntnisse aus einer Vielzahl sehr heterogener und starker Fluktuation unterworfener Informationsquellen. "Durch die Konzentarion auf bestimmte Kriterien war es möglich, auch Phänomene mit weniger objektivem Informationsgehalt zu extrapolieren", unterstreicht der italienische Wissenschaftler.

Psychologische Hemmschwelle

Die Untersuchung hat festgestellt, dass der Beginn der Rauschgiftabhängigkeit in der Regel mit bestimmten Lebensumständen verbunden ist, die zu einer Herabsetzung der psychologischen Hemmschwelle führen. Das Vorhandensein von Finanzmitteln spiele nur in der Anfangsphase und später so gut wie keine Rolle mehr.

"Durch einen Datenabgleich mit dem Statistikmodell können Schlüsse über den voraussichtlichen Verlauf der Drogenabhängigkeit gezogen, aber auch Kontroll- und Präventionsmechanismen entwickelt werden", verdeutlicht Pietronero. Wegen ihres politisch-strategischen Informationsgehaltes sei es sinnvoll, das Modell in soziale Netzwerke einzubinden.

Die Untersuchung am Istituto dei Sistemi Complessi ist Teil des landesweiten, vom staatlichen Gesundheitsamt in Mailand koordinierten Projektes "Prevo-Lab" , das eine längerfristige Überwachung des Drogenphänomens in Italien zum Ziel hat. Einzelheiten der Untersuchung wurden in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" veröffentlicht.

Autor: pressetext.de; Harald Jung (Stand: 30.08.2012)

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