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ADHS: Erwachsene leiden oft ein Leben lang

photocase.de (steffne) © photocase.de (steffne)

Rund fünf Prozent der Erwachsenen leiden weltweit an ADHS. Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung betrifft nicht wie längst gedacht nur Kinder und Jugendliche, sondern ebenso Erwachsene. Rund ein Viertel der ADHS-Patienten, bei denen die Störung bereits im Kindesalter diagnostiziert wurde, ist auch im späteren Verlauf des Lebens davon betroffen. Die Medizin ist immer mehr gefordert, adäquate Behandlungen auch für die älteren Patienten anzubieten.

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Syndrom führt zu Kompensation

"Erwachsene mit ADHS weisen ähnliche Symptome auf wie Kinder, mit dem Unterschied, dass Erstere befangener sind, weil sie wissen, was mit ihnen los ist", erklärt Thomas Germscheid, Gründer des ADHS-Portals und selbst Betroffener in Ustersbach. Ein wichtiges Merkmal bei Erwachsenen sei das Kompensieren der Störung, indem sie ihre Symptomatik zu verstecken versuchen. "Sie setzen sozusagen eine Maske auf", so Germscheid.

Dahingehend sei es des Öfteren beobachtbar, dass Betroffene alle sechs bis sieben Jahre ihren Arbeitgeber beziehungsweise Partner wechseln, da sie dieses Rollenspiel nicht länger aufrechterhalten können. "Irgendwann kommen die Schwächen durch und man fühlt sich entlarvt", so der Spezialist.

Kreative Arbeitnehmer

"Menschen mit ADHS sind hochsensible und äußerst feinfühlige Menschen; sogenannte 'Gutmenschen'", erläutert der Berater. Sie hätten eine breite Antenne für Informationen - eine Filterfunktion, die wesentliche von unwesentlichen Informationen unterscheidet, fehle ihnen. Aus diesem Grund nehmen sie Sachverhalte differenziert wahr als Menschen, die diese Störung nicht haben. "ADHS-Betroffene sind sehr kreativ und können Firmen gute Ideen liefern", meint Germscheid.

Therapien für Erwachsene seien noch immer schwierig durchführbar. Es gäbe dabei zum Beispiel die Medikation durch Amphetamine. "Die Hyperaktivität kann somit für eine gewisse Zeit in Schach gehalten werden, allerdings kann damit auch die Kreativität verfliegen", sagt er. Es gäbe auch begleitende Therapien. Hier wird der Patient zunächst richtig aufgeklärt. "Um ADHS professionell behandeln zu können, braucht man zunächst eine richtige Diagnose", führt Germscheid aus.

Autor: pressetext.de; Andreea Iosa (Stand: 09.10.2012)

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