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Nierentransplantation: Patienten oft neu eingeliefert

aboutpixel.de (Norman Enke) © aboutpixel.de (Norman Enke)

Nach erfolgreicher Durchführung einer Nierentransplantation werden durchschnittlich drei von zehn Patienten innerhalb von 30 Tagen wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Um die kostspieligen und zum Teil vermeidbaren Krankenhausaufenthalte zu reduzieren, ist es notwendig, die ambulante Behandlung und die Überwachung der Patienten durch Blutabnahmen zu verbessern. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der John Hopkins University. 32.000 Fälle, die von 2000 bis 2005 in US-Krankenhäuser zur OP kamen, wurden untersucht.

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Prophylaxe schützt vor Infektionen

"Grundsätzlich sind die ersten drei bis vier Monate nach einer Nierentransplantation besonders kritisch, weil der Patient mit aggressiven Medikamenten behandelt werden muss. Da die Patienten in dieser Phase scharfer Immunsuppression anfälliger gegenüber speziellen Viren und Pilzen sind, wird eine mehrmonatige Prophylaxe durchgeführt, um zuverlässig vor diesen Infektionen zu schützen", so Armin Homburg, Facharzt für Innere Medizin und Transplantationskoordinator am Universitätsklinikum Aachen.

Dieser ersten kritischen Phase folge dann die Langzeitbetreuung, während die Mehrzahl der Patienten nur mehr alle sechs bis acht Wochen ambulant kontrolliert werden müsse. Dabei variieren die prozentuellen Anteile in verschiedenen US-Krankenhäusern zwischen 18 und 50 Prozent. Diese erheblichen Unterschiede innerhalb der verschiedenen Krankenhäuser können jedoch nicht ausschließlich auf demografische Faktoren zurückgeführt werden.

Komplikationen durch Begleiterkrankungen

Auch Parameter wie Alter, Herkunft, Body-Mass-Index, Diabetes oder Herzerkrankungen beeinflussen die Wahrscheinlichkeit einer Wiedereinlieferung. Bei übergewichtigen Personen war das Risiko erneut eingeliefert zu werden um 15 Prozent größer, während die Rate der Diabetikerinnen um 29 Prozent höher ausfiel. Häufig begeben sich Patienten in erster Linie wegen Komplikationen - zum Beispiel Infektionen oder Probleme in Verbindung mit der immunsuppressiven Therapie - die von den neuen Organen ausgelöst werden, zurück in ärztliche Obhut.

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass ein Patient an anderen Begleiterkrankungen leidet und deshalb wiedereingeliefert werden muss. Deshalb ist es für das betreuende Ärzteteam unerlässlich im Vorfeld festzustellen, ob sich die eventuelle Herz- oder Diabeteserkrankung des potenziellen Anwärters auf eine Nierentransplantation in einem stabilen Stadium befindet.

Autor: pressetext.de; Carolina Schmolmüller (Stand: 22.10.2012)

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