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Sogar winzigste Schlaganfälle schädigen Gehirn

photocase.de (mschmidt) © photocase.de (mschmidt)

Auch der kleinste Schlaganfall kann im Gehirn zu umfangreichen Schädigungen führen. Wissenschaftler der University of Califonia, San Diego haben bei Ratten winzige Schlaganfälle herbeigeführt. Das Team um David Kleinfeld blockierte mit den sogenannten Arteriolen kleine Blutgefäße und verhinderte so, dass das Blut die tiefer gelegenen Kapillaren erreichte. Details der Studie wurden in Nature Neuroscience veröffentlicht.

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Das Blockieren einer einzelnen Arteriole führte zu einem Zelltod in alle Richtungen. Betroffen waren hunderte Mikrometer. Bei mehreren Blockaden können ganze Gehirnregionen außer Gefecht gesetzt werden. Der Schaden bereitet sich sogar in Bereiche aus, die noch von intakten Blutgefäßen versorgt werden. Bisher wurde laut NewScientist angenommen, dass Schlaganfälle dieser Größenordnung ungefährlich seien.

Medikament verhindert Schädigung des Gehirns

Die Schädigung beeinträchtige die Fähigkeit der Tiere zu beurteilen, ob ein Spalt zwischen zwei Plattformen zu breit ist ihn zu überqueren. Erhielten die Ratten innerhalb von 45 Minuten nach dem Schlaganfall Injektionen mit Memantin, konnten die Schädigung des Gehirns und auch der Funktionsverlust verhindert werden. Das funktionierte sogar dann, wenn mehrer Blutgefäße blockiert waren. Dieses Medikament ist bereits für die Behandlung von Alzheimer im Einsatz. Bei vielen Menschen kommt es unbemerkt zu derartigen stillen Schlaganfällen. Sie sind laut Kleinfeld auch durch Gehirnscans nicht nachweisbar. Im Laufe der Zeit habe sie allerdings Auswirkungen auf die Gehirnfunktion.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 18.12.2012

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