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Krebs: Briten gehen trotz Schmerzen nicht zum Arzt

istockphoto.com © istockphoto.com

Die britische Kultur könnte laut einer Studie des King's College London in Zusammenarbeit mit dem University College London erklären, warum Großbritannien im Vergleich mit anderen Ländern im Kampf gegen den Krebs auf den hinteren Rängen liegt. Laut dem Team um Lindsay Forbes hindert Verlegenheit viele Menschen häufig daran, den Arzt aufzusuchen. Für die Studie wurden Daten von fast 20.000 Personen aus sechs Industrieländern ausgewertet.

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Angst vor Medizinern

Obwohl sich die britischen Teilnehmer der Krebssymptome so sehr bewusst waren wie jene in Australien, Kanada, Dänemark, Norwegen und Schweden, taten sie sich jedoch deutlich schwerer dabei, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Erhebung wurde mit Unterstützung von Cancer Research UK und Ipsos Mori durchgeführt.

Ein Drittel der befragten Briten fürchtete zum Beispiel, die Zeit des Arztes zu verschwenden. Einer von sechs Männern und Frauen über 50 Jahren gerieten in Verlegenheit, wenn sie dem Arzt ihre Symptome schildern sollten. Laut der im British Journal of Cancer veröffentlichten Analyse erklärt dieses Verhalten zum Teil, warum die Überlebensrate bei Krebs in Großbritannien deutlich niedriger ist als in anderen westlichen Ländern.

Wissenschaftler ratlos

Der Zugang zu medizinischer Versorgung und den neuesten Behandlungsmethoden ändert daran nichts. Die Forscher befragten Personen in England, Wales und Nordirland. Aktuelle Daten zeigen, dass Großbritannien bei der Überlebensrate von Krebs hinter vielen Ländern liegt. Dazu gehören auch die fünf anderen untersuchten Länder. Schätzungen gehen davon aus, dass allein in England das Leben von mehr als 5.000 Krebspatienten gerettet werden könnte, wenn ein Angleichen an die besten Überlebensraten in Europa geschafft werden würde.

Die Forscher können derzeit nicht erklären, warum die Briten so sind, wie sie sind. Vermutet wird eine "Kriegsmentalität". "Wir wissen, dass vor allem ältere Menschen unter einem Symptom leiden können und dann Wochen oder Monate warten, bis sie zum Arzt gehen." Laut den Wissenschaftlern zeigen die Daten aus Dänemark bei den Überlebensraten ebenfalls relativ schlechte Ergebnisse. Sie vermuten, dass es auch hier erst relativ spät zu einer Einweisung ins Krankenhaus kommt. Das dürfte bis zu einem gewissen Grad auch in Großbritannien der Fall sein.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 30.1.2013

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