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Fötus: Erste Bilder von Gehirn-Entwicklung gemacht

photocase.de (doso) © photocase.de (doso)

Forscher der Wayne State University haben die ersten Bilder vom Gehirn eines Fötus in verschiedenen Stadien seiner Entwicklung gemacht. Diese Studie gibt erste Aufschlüsse darüber, wie sich die neuronalen Verbindungen des Gehirns in der Gebärmutter ausbilden. Eines Tages könnte dadurch eine pränatale Diagnose und Behandlung von Krankheiten wie Autismus und Schizophrenie möglich werden.

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MRT-Scans geben Aufschluss

Laut der leitenden Wissenschaftlerin Moriah Thomason ist wenig darüber bekannt, wie das Gehirn des Fötus wächst und funktioniert. Verantwortlich dafür sind auch die Rückwärtssaltos, die ein Fötus während der Scans immer wieder macht. Dadurch wird es schwierig, brauchbare Ergebnisse zu erzielen.

Den Forschern gelang es trotzdem, eine Reihe funktioneller Magnetresonanztomographie-Scans der Gehirne von 25 Föten zu erstellen, die zwischen 24 und 38 Wochen alt waren. Jeder Scan dauerte etwas über zehn Minuten. Behalten wurden nur die Bilder, bei denen die Föten relativ ruhig waren.

Entwicklung beginnt in Gehirnmitte

Bei den Scans konzentrierten sich die Wissenschaftler auf zwei gut erforschte Bereiche des sich entwickelnden Gehirns - und zwar auf die neuronalen Verbindungen und den Zeitpunkt, zu dem sie sich ausbildeten. Wie erwartet, wurden die Verbindungen zwischen den beiden Gehirnhälften von einer Woche zur nächsten dichter und zahlreicher.

Die ersten Verbindungen traten in der Mitte des Gehirns auf und verbreiteten sich im Laufe der Entwicklung nach außen. Laut Thomason scannt das Team derzeit bis zu 100 Föten in verschiedenen Stadien der Entwicklung. Mit den Scans ließen sich Unterschiede feststellen. Zusätzlich werden Algorithmen beim Scan-Programm eingesetzt, die helfen sollen, die Bewegungen der Föten auszugleichen.

Krankheiten im Frühstadium erforschen

Ist einmal erforscht, wie das normale Gehirn eines Fötus aussieht, hoffen die Wissenschaftler, Gehirne zu studieren, die keine normalen Verbindungen ausbilden. Es wird bei Krankheiten wie Schizophrenie und Autismus beispielsweise davon ausgegangen, dass sie bereits beginnen, sich während der Entwicklung auszubilden. Verantwortlich könnten fehlerhafte Verbindungen im Gehirn sein.

Das Verstehen der Muster, die für diese Krankheiten charakteristisch sind, könnte es Ärzten eines Tages ermöglichen, frühe Warnzeichen zu erkennen und rascher zu reagieren. Zusätzlich könnten derartige Bilder laut Thomason dabei helfen, besser zu verstehen, wie diese Krankheiten überhaupt entstehen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin Science Translational Medicine veröffentlicht.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 21.02.2013

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