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HIV-Präparate können einen von zehn Fällen heilen

photocase.com © photocase.com

Die rasche Behandlung nach einer HIV-Infektion kann ausreichen, um rund ein Zehntel der Patienten funktional zu heilen, wie das Institut Pasteur ermittelt hat. Das Team um Asier Saez-Cirion hat 14 Patienten untersucht, die mit der Behandlung aufgehört und danach keine Anzeichen für ein erneutes Auftreten des Virus aufgewiesen haben.

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Früher Einsatz entscheidend

Erst vor kurzem gab es Berichte von einem kleinen amerikanischen Mädchen, das nach einer sehr frühen Behandlung geheilt worden sein soll. Bei den meisten HIV-Infektionen wird eine Erkrankung jedoch erst erkannt, nachdem das Virus vollständig in den Körper eingedrungen ist.

Die Patienten der sogenannten Visconti-Cohort begannen alle innerhalb von zehn Wochen nach der Infektion mit der Behandlung. Sie nahmen drei Jahre lang antiretrovirale Medikamente ein und hörten dann damit auf. Die Präparate können das Virus nur unter Kontrolle halten, aber es nicht aus dem Immunsystem entfernen. Wird die Einnahme der Medikamente beendet, kommt das Virus zurück. Das ist bei den Visconti-Patienten aber nicht passiert. Einigen der Teilnehmer ist es gelungen, die HIV-Konzentration für ein Jahrzehnt im Griff zu haben.

HIV-Schlupfwinkel eingrenzen

Laut Saez-Cirion gelingt es den meisten Patienten bei der gleichen Behandlung nicht, die Infektion unter Kontrolle zu halten. Bei einigen sei das aber doch der Fall. Fünf bis 15 Prozent dürften funktional geheilt sein. Das bedeutet, dass sie keine Medikamente mehr brauchen. Verantwortlich dafür war die Behandlung kurz nach der Infektion. "Sie haben noch immer HIV. Es handelt sich nicht um eine Auslöschung des Virus, sondern vielmehr um eine Art von Rückbildung der Infektion."

Für die Studie in PLoS Pathogens haben die Wissenschaftler untersucht, was im Immunsystem der Patienten vor sich gegangen war. Eine frühe Behandlung könnte die Anzahl der unangreifbaren HIV-Schlupfwinkel eingrenzen, die sonst gebildet werden. Die Wissenschaftler betonten jedoch, dass noch immer unklar ist, warum manche Patienten geheilt werden und andere nicht.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 15.3.2013

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