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Altersdepression: Krankheit oft tabuisiert

Das Hilfswerk macht Altersdepression zum Jahresthema und versucht die immer bedeutender werdende Erkrankung zu enttabuisieren. Aus diesem Grund haben sich heute, Montag, Experten zu diesem Thema zusammengeschlossen. Das Älterwerden bringt nicht nur schöne Seiten mit sich, sondern vermehrt auch körperliche und psychische Probleme wie Altersdepression, die häufig unterschätzt wird. Rund 17 Prozent der Österreicher sind oder waren bereits einmal mit einer Depression konfrontiert, wobei zwei Drittel der Betroffenen Frauen sind. Die Erkrankung nimmt mit wachsendem Alter weiter zu. Während zehn Prozent der 65- bis 70-Jährigen davon betroffen sind, leiden schon 25 bis 30 Prozent der 85-Jährigen an Altersdepression.

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Pessimismus und Handlungsunfähigkeit

Altersdepression macht sich anhand vielfältiger Symptome bemerkbar. Neben Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit, Pessimismus und dem Gefühl der Wertlosigkeit, werden auch die Alltagsfertigkeiten wie die Nahrungsaufnahme oder Körperpflege eingeschränkt. "Zudem darf das Thema 'Suizid' nicht bagatellisiert werden, denn auch alte Menschen begehen Selbstmord", warnt Monika Gugerell, Fachliche Leitung für Gesundheit, Familie und Soziales im Hilfswerk.

"Alterdepression kann ähnlich massiv werden wie Alzheimer und führt oft bis zur Handlungsunfähigkeit. Der Unterschied zwischen den beiden Erkrankungen ist, dass bei Depression zwei Drittel der Betroffenen geholfen werden kann", ergänzt der Präsident des Hilfswerks, Othmar Karas. Aus diesem Grund ist es wesentlich, die Krankheit rechtzeitig zu erkennen und sie als solche wahrzunehmen.

Vielfältige Therapien

Es gibt vielfältige Therapieansätze für depressive Menschen. Neben guten Medikamenten, können auch biologische Methoden wie Bewegung und Ortswechsel angesetzt werden. Bei schweren Depressionen kann eine Psychotherapie den Betroffenen die Lebensfreude wieder zurückgeben oder eine Soziotherapie, bei der die Umwelt in die Behandlung einbezogen wird.

Das Hauptziel des Hilfswerks ist es, nicht nur selbst Dienstleistungen für alte Menschen anzubieten, sondern auch pflegende Angehörige über die Erkrankung aufzuklären und gemeinsam die Barriere der Betroffenen, Hilfe anzunehmen, zu verringern. Die Hilfswerk-Family-Tour findet in 55 Stationen bis November dieses Jahres statt, bei der sich Angehörige und Betroffene über das risikoreiche Leiden informieren können, um rechtzeitig zu handeln.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 15.4.2013

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