Anzeige:
Anzeige:
News

Solarien trotz Hautkrebsrisiko weiter hoch im Kurs

R_K_B manwalk (pixelio.de) © R_K_B manwalk (pixelio.de)

Obwohl Forscher seit Jahren versuchen, über die Risiken von Solarien aufzuklären, erfordert es ein koordiniertes Vorgehen gegen den Einsatz von Solarien. "Hautkrebs verursacht mehr Todesfälle als jeder andere Hautkrebs, in den USA sind es 9.000 Todesfälle pro Jahr", sagt Meg Watson vom Krebspräventionszentrum in Atlanta. Solarien seien ein Risikofaktor für Hautkrebs. Die Solariumnutzer sind überwiegend junge Frauen: In den USA bräunen sich ein Drittel der Frauen zwischen 18 und 21 Jahren über 27 Mal im Jahr.

Anzeige:

3.500 belegte Krebsfälle

In Deutschland sind die typischen "Viel-Nutzer" von Solarien vor allem Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Sven Schneider vom Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg hat zum Nutzerverhalten von Solariengängern die sogenannte "Sun Study" verfasst. Was die Forscher schockierte: Auch Minderjährige gaben an, in den vergangenen zwölf Monaten Sonnenbänke genutzt zu haben. Dabei sind die Betreiber in Deutschland verpflichtet, Jugendlichen den Zugang zu Solarien zu verbieten.

Die Experten wissen schon mindestens seit 2009, dass regelmäßige Solariengänge zu Hautkrebs führen können. Von jährlich knapp 64.000 neuen Melanom-Fällen in 18 westeuropäischen Ländern konnten etwa 3.500 nachweislich auf den Gebrauch von Sonnenbänken zurückgeführt werden. "In den 1980er-Jahren ist ein Trend hochgekommen, dessen Hype noch nicht zu Ende ist - dabei sind Solarien von der WHO 2009 als krebserregend eingestuft worden", sagt Rüdiger Greinert, Leiter des Labors für Zellbiologie am Dermatologischen Zentrum Buxtehude sowie Generealsekretär von Euroskin.

Mythos "UV-freie Bestrahlung"

Die Solariumsindustrie wirbt indes sogar mit "UV-freier Bestrahlung", was eine Falschinformation ist. "Mittlerweile wirbt die Industrie sogar damit, dass Solarien nicht zu kosmetischen, sondern zu gesundheitlichen Zwecken genutz werden sollen", echauffiert sich Greinert. Wenn UV-Strahlung therapeutisch genutzt werden muss, gehöre das in eine Klinik und nicht in eine Industrie, die sich aus 400-Euro-Jobbern bediene.

"Zwar müssten die Mitarbeiter von Solarien nach geltendem Recht geschultes Personal sein, allerdings wird das unzureichend überprüft", sagt Greinert. Es gibt in Deutschland seit 2009 ein Gesetz zu Solarien: Unter 18-Jährige dürfen die Geräte gar nicht nutzen und die Solarien dürfen 0,3 Watt pro Quadratmeter ausstrahlen. Das ist eine Sonnenstärke, die es am Äquator bei blauem Himmel zur Mittagszeit gibt: "Das ist viel zu viel", sagt Greinert. Auch er plädiert für eine übernationale Regelung und Aufklärung.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 7.5.2013

Newsletter Abbonieren



D-Run

D-RUN

D-RUN

D-RUN ist eine Doku-Soap, in der Menschen mit Diabets ihr Leben verändern und mit Hilfe eines Expertenteams sportlich aktiv werden. Erfahren Sie mehr!



Aktuelles Wetter



Wissen-Gesundheit im Netz

socials




loader