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WHO: Neue Richtlinien zur Behandlung von HIV

photocase.de (die-kreativen.ch) © photocase.de (die-kreativen.ch)

Neue Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation könnten dazu führen, dass Millionen Menschen in Entwicklungsländern mehr lebensrettende Medikamente erhalten. Die WHO empfiehlt, dass Patienten bereits viel früher mit der Einnahme von Medikamenten beginnen sollen. Die neuen Richtlinien werden auf der derzeit in Kuala Lumpur stattfindenden Konferenz IAS 2013 vorgestellt . Sie sollen dazu beitragen, dass bis 2025 drei Millionen Todesfälle durch Aids verhindert werden können. Ärzte ohne Grenzen begrüßt diesen Schritt, betont aber gleichzeitig laut BBC, dass weitere Investitionen erforderlich sein werden.

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Eine einzelne Tablette, eine Kombination aus drei Medikamenten, soll HIV-positiven Menschen sehr viel früher gegeben werden. Also zu einem Zeitpunkt, an dem ihr Immunsystem noch stark ist. Algerien, Argentinien und Brasilien führen diese Maßnahme bereits durch. Derzeit erhalten nicht alle Menschen diese Medikamente, obwohl sie sie benötigen. In den letzten Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, um den Zugang zu diesen Medikamenten zu verbessern.

Bessere Versorgungslage

Laut WHO bedeuten diese Richtlinien einen tiefgreifenden Strategiewechsel und werden die Zahl der Menschen in Entwicklungsländern, die Zugang zu diesen Medikamenten haben, deutlich erhöhen. Die Zahl soll von 16 auf 26 Mio. ansteigen. Das entspricht 80 Prozent der Menschen, von denen angenommen wird, das sie mit HIV infiziert sind. Es wird davon ausgegangen, dass diese Richtlinien die bisherigen Kosten von 23 Mrd. Dollar um zehn Prozent anheben, die derzeit für die Behandlung von HIV/Aids in Entwicklungsländern ausgegeben werden. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass weltweite Spender und die betroffenen Länder selbst davon überzeugt werden können, dass dieses Konzept kostengünstig ist.

Den Richtlinien wurde einjähriger Beratung zugestimmt. Dabei wurde untersucht, welche Rolle eine frühere Behandlung bei der Reduzierung der Übertragung des Virus spielen kann. Laut Gottfried Hirnschall, dem zuständigen WHO-Vertreter, wird es schwierig sein, Aids ohne Impfstoff auszurotten. Diese Richtlinien würden jedoch entscheidend dazu beitragen, dass weniger Menschen an den Folgen einer Infektion sterben. "Wir empfehlen eine frühere Behandlung und einfachere, sicherere Medikamente, die allgemein zugänglich sind." Zusätzlich wird eine bessere Beobachtung der Patienten gefordert, um zu überprüfen, wie sie auf die Behandlung reagieren.

Ermutigender Trend zu beobachten

Fünf Pharmaunternehmen stellen ein Kombinationspräparat her, das rund 127 Dollar für die Behandlung eines Menschen für ein Jahr kosten kann. Das gilt für jene Länder mit denen Preisreduktionen verhandelt wurden. Laut WHO gibt es einen ermutigenden Trend bei Ländern wie Simbabwe. Die neuen Richtlinien sehen auch vor, infizierte Kinder unter fünf Jahren mit Medikamenten zu versorgen sowie alle HIV-positiven Schwangeren und stillenden Mütter, aber auch Personen, deren Partner nicht infiziert ist. In allen diesen Fällen soll die Behandlung einsetzen, egal wie sehr das Immunsystem bereits in Mitleidenschaft gezogen worden ist.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 1.7.2013

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