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Krebs kostet Europäische Union 126 Mrd. Euro

Die Behandlung von Krebs hat im Jahr 2009 EU-weit Kosten in Höhe von 126 Mrd. Euro verursacht, wie die University of Oxford und das King's College London errechnet haben. Die in Lancet Oncology veröffentlichten Zahlen beinhalten die Kosten für Medikamente und medizinische Versorgung sowie Einkommensentgänge und pflegende Familien. Vor allem Lungenkrebs kommt der Gesellschaft teuer zu stehen.

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Westeuropa gibt am meisten aus

Die Wissenschaftler analysierten Daten aller 27 EU-Länder aus dem Jahr 2009. Von den 126 Mrd. Euro Kosten entfielen rund 51 Mrd. Euro auf die medizinische Versorgung inklusive Arztkosten und Kosten für Medikamente. Der Verlust an Produktivität durch die Krankheit oder einen frühen Tod führte zu Kosten in der Höhe von 52 Mrd. Euro. Die pflegenden Familien verursachten Kosten von 23 Mrd. Euro.

Insgesamt gaben reichere Länder wie Deutschland oder Luxemburg mehr pro Person für die Behandlung aus als Länder Osteuropas wie Bulgarien und Litauen. Auf Lungenkrebs entfiel mehr als ein Zehntel der gesamten Kosten in Europa. Dieser Krebs befällt Menschen meist in einem jüngeren Alter. Daher ist der Produktivitätsverlust durch einen frühen Tod einer der Hauptfaktoren. Die gesamte ökonomische Belastung liegt jedoch hinter der durch Demenzerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, berichtet die BBC.

Eine EU-weite Studie des gleichen Wissenschaftlerteams hat ergeben, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen inklusive Bluthochdruck und Schlaganfälle 169 Mrd. Euro pro Jahr kosten. Demenzerkrankungen verursachen in 15 Ländern Westeuropas Kosten in der Höhe von 189 Mrd. Euro. Bei Demenzerkrankungen kommt es aufgrund der Langzeitpflege zu hohen Kosten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfassen so viele Krankheiten, dass davon mehr Menschen betroffen sind als von Krebs.

Öffentliche Mittel richtig verteilen

Laut Ramon Luengo-Fernandez vom Health Economics Research Centre der University of Oxford ist durch verschiedene Krankheiten eine Schätzung in Hinblick auf die ökonomischen Belastungen möglich. Somit ließen sich öffentliche Mittel in Richtung jener Krankheiten verlagern, die die größten finanziellen Herausforderungen und die höchste zu erwartende Rentabilität bedeuten.

Richard Sullivan vom King's College London zufolge ist es von entscheidender Bedeutung, dass Entscheidungsträger in ganz Europa diese Informationen nutzten, um entscheidende Bereiche zu erkennen und entsprechende Prioritäten zu setzen. "Gezieltere Investitionen könnten verhindern, dass die Gesundheitssysteme eine Belastungsgrenze erreichen. In manchen Ländern könnte die bessere Verteilung der Mittel sogar zu einer Verbesserung der Überlebensrate führen."

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 14.10.2013

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