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Brustkrebs: Test deckt erstmals sieben Klassen ab

photocase.de (Formbar) © photocase.de (Formbar)

Ein Test, der sieben Klassen Brustkrebs abdeckt, könnte laut der University of Nottingham binnen zwei Jahren zur Verfügung stehen. Dem British Journal of Cancer zufolge geht das Team um Andy Green davon aus, dass die Behandlung damit genauer erfolgen und die Überlebensquoten verbessert werden können. Derzeit wird routinemäßig nach zwei Biomarkern getestet.

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Tests bei zehn Proteinen

Im vergangenen Jahr wurde bekannt, dass bei Brustkrebs je nach Erbgut der Patientin zehn verschiedene Arten der Krankheit vorliegen können. Sie können jedoch nur mit einer genauen genetischen Untersuchung festgestellt werden, die sehr teuer und bei den meisten Patientinnen auch schwierig durchzuführen ist.

Jede dieser Krebsarten wirkt sich jedoch unterschiedlich auf die Überlebensraten aus. Jetzt haben Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt, bei dem auf zehn entscheidende Proteine getestet wird, die sieben verschiedene biologische Arten von Brustkrebs identifizieren. Laut Green gibt es bei Brustkrebs immer mehr Behandlungsoptionen. Die Entscheidung für die am besten geeignete Methode ist daher oft schwierig.

Verbesserungen in der Behandlung und den Heilungschancen sind aber laut dem Experten nicht nur in diesem Bereich möglich. Genauso wichtig sollte die Verbesserung von Strategien sein, die unnötige oder nicht geeignete Behandlungen und Nebenwirkungen vermeiden. Die für die Messung der Proteine in Tumorproben erforderliche Technologie steht in den meisten Laboren in Großbritannien zur Verfügung.

1.073 Tumorproben analysiert

Für die Studie suchten die Mediziner nach einer Signatur für jede Krebsklasse bei 1.073 Tumorproben aus einer Gewebebank. 93 Prozent der Proben passten gut in eine der sieben Klassen. Die verbleibenden sieben Prozent waren schwerer zu kategorisieren. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die sieben Klassen durch verschiedene Kombinationen und Werte der zehn Proteine in den Brustkrebszellen definiert sind.

Dazu gehörten auch zwei Proteine, die routinemäßig bei Brustkrebszellen identifiziert werden - und zwar der Östrogenrezeptor (ER) und HER2 sowie andere, die derzeit nicht getestet werden, wie p53, Zytokeratine, HER3 und HER4a. Allein in Großbritannien wird einem Bericht der BBC zufolge bei 50.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 30.10.2013

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