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Depressionen am Arbeitsplatz Grund für Ausstieg

aboutpixel.de (goenz) © aboutpixel.de (goenz)

Depressionen sind weltweit nach Rückenschmerzen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit, wie die University of Queensland School of Population Health ermittelt hat. Das Team um Alize Ferrari verglich klinische Depressionen mit mehr als 200 anderen Krankheiten und Verletzungen als Ursachen für eine Arbeitsunfähigkeit. Laut der WHO hat weltweit nur ein kleiner Teil der Patienten Zugang zu einer medizinischen Behandlung.

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Stärkeres Bewusstsein nötig

Depressionen wurden weltweit als zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit eingestuft. Die Auswirkungen sind jedoch in verschiedenen Ländern und Regionen unterschiedlich. Die Anzahl schwerer Depressionen war in Afghanistan am höchsten und in Japan am niedrigsten. In Großbritannien zum Beispiel liegen Depressionen gemessen an den Jahren mit Berufsunfähigkeit an dritter Stelle.

Laut Ferrari sind Depressionen ein großes Problem, dem auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte als derzeit. "Es gilt, das Bewusstsein für diese Krankheit zu verbessern und neue Möglichkeiten der Behandlung zu finden", fordert die Expertin. Laut der Wissenschaftlerin sind derzeit Länder mit geringeren und mittleren Einkommen stärker betroffen als Nationen mit hohen Einkommen.

Erkennen der Symptome wichtig

"Es gibt auch heute noch Stigmata. Was eine Person als Beeinträchtigung ansieht, kann für eine andere etwas ganz anderes bedeuten. Diese Unterschiede können auch zwischen Ländern bestehen. Es gibt zahlreiche kulturelle Implikationen und Interpretationen. Dadurch wird es umso wichtiger, das Bewusstsein für den Umfang dieses Problems zu steigern", unterstreicht Ferrari.

Der Fachfrau zufolge gehört dazu auch das Erkennen der Symptome. Die Daten der aktuellen Studie gelten für das Jahr 2010. 1990 und 2000 waren bereits ähnliche Studien durchgeführt worden. Laut Daniel Chisholm von der WHO handelt es sich bei Depressionen um eine Krankheit, die zu einer starken Beeinträchtigung führt.

"Das ist eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem und ein großes Problem, das erkannt werden muss", fordert Chisholm. Weltweit hat nur ein sehr kleiner Teil der Menschen Zugang zu einer Behandlung oder eine Diagnose. Vor kurzem hat die WHO einen weltweiten Aktionsplan für psychische Gesundheit gestartet, der das Bewusstsein für diese Krankheit bei Entscheidungsträgern erhöhen soll.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 6.11.2013

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