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Junk Food, Escreme und Co: Gene verführen Kinder

pixelio.de (Thomas Siepmann) © pixelio.de (Thomas Siepmann)

Wissenschaftler der kanadischen McGill University und der University of Toronto haben eine Verbindung zwischen einem bestimmten Gen im Belohnungssystem des Gehirns und Fettleibigkeit bei Kindern gefunden - besonders bei Mädchen. Demnach sind vor allem drei Faktoren entscheidend: genetische Anlagen, kindliche Entwicklung und die emotionale Befindlichkeit.

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Kinder können nichts dafür

Kindern, die gerne Süßes und Ungesundes essen, trifft somit oft keine Schuld für ihre Nahrungsauswahl. Die Untersuchungsergebnisse, publiziert im Journal Appetite, könnten hingegen erklären, warum manche Heranwachsende eher dick werden können. Außerdem sind die Erkenntnisse als entscheidender Schritt zur Vorsorge und Behandlung zu sehen. "Wir haben herausgefunden, dass Fettleibigkeit ein Produkt von Genetik, der frühen Entwicklung und der Lebensumstände ist", sagt Forscher Michael Meaney von der McGill University.

Die Wissenschaftler bezogen in die Studie schwangere Frauen ein, die entweder an Depression litten oder in Armut lebten. Sie beobachteten ihren Nachwuchs von Geburt an bis zum Alter von zehn Jahren. Für die Untersuchung testeten die Forscher 150 vierjährige Kinder mit einer Snack-Mahlzeit. Die Kleinen hatten die Wahl zwischen einem gesunden und einem ungesunden Essen. Die Mütter mussten außerdem einen Fragebogen dazu ausfüllen, was ihre Kinder am liebsten essen.

Die Forscher fanden heraus, dass man anhand einer Genvariante im Gehirn voraussagen kann, wie viel Junk Food, herzhafte Kalorienbomben oder Süßigkeiten wie Eiscreme die Kinder auswählen und konsumieren. Das Gen ist für die Dopaminregulierung zuständig, ein Botenstoff, der das Geschmacksempfinden bestimmt. "Der Effekt war besonders stark bei Mädchen, bei denen wir sahen, dass sie die genetische Ausprägung trugen, welche die Dopaminfunktion senkt", berichtet Patricia Silveira von der McGill University.

Vorhersage des Gewichts möglich

"Besonders bemerkenswert ist, dass sich anhand der Menge des Junk Foods, was die Vierjährigen beim Snack-Test aßen, voraussagen ließ, wie viel die Mädchen im Alter von sechs Jahren wiegen", sagt Meaney. "Unsere Untersuchung zeigt, wie Genetik und emotionales Befinden bei dem Bedürfnis nach Essen, das dick macht, zusammenspielen. Der nächste Schritt ist nun gefährdete Kinder zu identifizieren, da es zu Beginn der Fettsucht Möglichkeiten zur Prävention und Beratung geben kann."

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 29.11.2013

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