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Erdnussallergie: Neue Therapie erfolgreich getestet

Ein neuer Behandlungsansatz hat das Leben von Kindern mit Erdnussallergie von Grund auf verändert. 85 kleine Patienten erhielten im Addenbrooke's Hospital zuerst geringe und dann immer größere Mengen Erdnussprotein. 84 Prozent der Kinder konnten nach sechs Monaten gefahrlos eine Menge zu sich nehmen, die in etwa fünf Erdnüssen entsprach. Erdnüsse gelten als die häufigste Ursache schwerwiegender allergischer Reaktionen auf Lebensmittel. Bislang gab es es keine Behandlungsmöglichkeit.

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Immunsystem trainieren

Die einzige Möglichkeit mit dieser Allergie umzugehen, besteht in einer völligen Vermeidung. Das bedeutet, dass lebenslang die Bestandteile von Mahlzeiten vor dem Essen überprüft werden müssen. Für die aktuelle Studie wurde versucht, das Immunsystem der Kinder dahingehend zu trainieren, dass es Erdnüsse toleriert.

Jeden Tag erhielten die Kinder Erdnussprotein in Pulverform. Am Anfang stand eine Dosis, die einem Siebzigstel einer Erdnuss entsprach. Alle zwei Wochen wurde die Menge im Krankenhaus erhöht. Die höhere Dosis wurde dann zuhause weiter eingenommen. Laut Andrew Clark, einer der Autoren der Studie, hat diese Erfahrung das Leben der Kinder drastisch verändert.

Damit ist eine Behandlungsmöglichkeit gefunden. In einem nächsten Schritt soll sie für Patienten zugänglich gemacht werden. Damit werden aber hohe Kosten sowohl in den spezialisierten Institutionen als auch durch die Herstellung von hochqualitativem Proteinpulver verbunden sein. Mitautorin Pamela Ewan zufolge ist diese Studie weltweit die erste, die ein derart positives Ergebnis erzielt hat. Die Wissenschaftlerin betont aber, dass weitere Studien erforderlich sind. Auch sollte nicht versucht werden, eine derartige Behandlung alleine durchzuführen.

Experten vorsichtig optimistisch

Experten wie Gideon Lack vom Evelina Children's Hospital fordern eine genaue Beurteilung der Risiken dieses Behandlungsansatzes. "Es muss sichergestellt werden, dass das Leben dieser Kinder nicht gefährlicher wird." Lack warnt davor, dass 60 Prozent der Menschen mit einer Erdnussallergie auch allergisch auf andere Nüsse sind. Das bedeute, dass ein unbedachter Lebensstil keine Option sei.

Laut Barry Kay vom Imperial College London ist die Frage entscheidend, wie lange diese Behandlungserfolge anhalten werden und ob sie die Betroffenen nicht in falscher Sicherheit wiegen. "Eine weitere Frage ist, ob langfristig mit Nebenwirkungen wie einer Entzündung der Speiseröhre durch den Kontakt mit Erdnüssen zu rechnen ist, auch wenn es zu keiner vollen allergischen Reaktion kommt."

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 30.01.2014

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