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Depression: Hohes Risiko bei Kindergartenkindern

aboutpixel.de (Joana Virck-Alevra) © aboutpixel.de (Joana Virck-Alevra)

Immer mehr Kindergartenkinder weisen Angst- und Depressionssymptome auf und sind ohne fachliche Hilfe dem erhöhten Risiko ausgesetzt, im späteren Erwachsenenalter eine Depression zu entwickeln. Das haben Forscher der Universität Leipzig bei der Analyse eines gesamten Kindergartenjahrgangs herausgefunden. Danach wurden bei zwölf Prozent der rund 1.740 einbezogenen Kinder diese Art Symptome festgestellt. Eine neue Kurzzeittherapie, die bereits im Vorschulalter gegensteuert, zeigt überraschend gute Erfolge.

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Experten fordern Früherkennung

"Wenn ein Kind dauerhaft traurig ist, nicht spielen will oder lustlos in der Ecke sitzt, sollte man genauer hinschauen. Denn erwachsene depressive Menschen berichten häufig, dass ihre Krankheit schon im Kindesalter begann", erläutert Kai von Klitzing, Universitätsklinikdirektor für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters. Eine rechtzeitige Früherkennung ist angebracht, denn allein für Deutschland liegen die Kosten in Folge depressionsbedingter Frühberentungen bei geschätzten 1,5 Mrd. Euro jährlich.

Die Zahl auffälliger Kinder steigt. Bei ihrer Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass über 200 der untersuchten Kinder erhöhte Ängstlichkeit und depressive Verstimmtheit aufwiesen. Die Entwicklung etwa dieser Hälfte der Kinder war sogar schon stärker beeinträchtigt. Lagen Symptome wie Traurigkeit, Schlafstörungen, Gereiztheit oder Spielhemmung vor, wurden Kinder wie Eltern zu einer vertieften kinderpsychiatrischen Diagnostik eingeladen. Parallel dazu wurde eine Kontrollgruppe untersucht, bei denen die Anzeichen nicht auftraten.

Zu früher Leistungsdruck schädlich

Vor allem sind all jene Kinder von Angststörungen und Depressionen betroffen, deren Eltern selbst unter einer Depression leiden. Das Risiko einer Erkrankung später ist aber auch dann groß, wenn Kinder bereits in der frühen Kindheit misshandelt oder vernachlässigt werden. Andere Faktoren sind das Zerbrechen von Familien und früher Leistungsdruck. "Psychische Krankheiten sind in der Gesellschaft heute anerkannter als früher", meint Psychotherapeut von Klitzing. "Dennoch glauben viele, die Kindheit sei sorgenfrei. Das ist aber eine Illusion."

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 24.04.2014

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