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Neuer Ebola-Impfstoff macht Affen immun

pixelio.de / Denise © pixelio.de / Denise

Affen, die gegen Ebola-Fieber geimpft worden sind, haben laut der National Institutes of Health http://nih.gov/ eine langfristige Immunität gegen das Virus ausgebildet. Damit steigen die Chancen für erfolgreiche Tests mit Menschen. Die Versuche mit Affen haben gezeigt, dass die Immunität bis zu zehn Monate anhalten kann. Erste Versuche mit Patienten haben jetzt in den USA begonnen und sind auch in Großbritannien und Afrika geplant. Laut der WHO http://who.int/ sind bisher in Westafrika über 2.000 Menschen am Ebola-Fieber gestorben.

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Veränderter Schimpansenvirus

Mehrere Therapien werden überprüft, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehört auch ein Impfstoff, der vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) http://www.niaid.nih.gov/ und GlaxoSmithKline entwickelt worden ist. Für den Impfstoff wird ein gentechnisch veränderter Schimpansenvirus eingesetzt, der zwei Arten von Ebola enthält. Dabei handelt es sich um ein Virus, das derzeit in Westafrika auftritt und eines, das im Sudan häufig vorkommt. Der Virusimpfstoff vermehrt sich nicht innerhalb des Körpers. Die Forscher hoffen, dass das Immunsystem auf den Anteil an Ebola reagiert und eine Immunität ausbildet.

Die Ergebnisse von Tierstudien wurden jetzt in "Nature Medicine" http://nature.com/nm veröffentlicht. Sie bilden die Basis für die Entscheidung zu klinischen Tests. Vier sich von Krabben ernährende Makaken überlebten eine Dosis des Virus, die fünf Wochen später tödlich gewesen wäre. Nur die Hälfte der Tiere überlebte jedoch eine Infektion, zehn Monate nach der Impfung. Laut NIAID-Direktor Anthony Fauci hat der neue Impfstoff binnen fünf Wochen vollen Schutz gegen das Virus geboten.

Ernüchternd ist jedoch, dass die Beständigkeit nicht sehr groß ist. Mit einer Verstärkung durch eine zweite Injektion kann die Wirkung jedoch deutlich verbessert werden. Die Wissenschaftler wussten seit Monaten, dass der Impfstoff bei Affen wirksam ist und haben jetzt mit klinischen Tests begonnen. Derzeit sind diese Studienergebnisse die besten Hinweise darauf, wie erfolgreich ein derartiger Impfstoff auch beim Menschen eingesetzt werden könnte. Die erste Patientin hat den Impfstoff in der vergangenen Woche erhalten.

Versuchsreihen in Westafrika geplant

Es wird weitere Tests des Impfstoffes nur gegen die in Zaire auftretende Form des Virus geben. Sie werden in den USA, der University of Oxford in Großbritannien, sowie in Mali und Gambia stattfinden. Laut der WHO werden Daten zur Sicherheit des Impfstoffes im November 2014 zur Verfügung stehen. Sollte sich der Impfstoff als sicher erweisen, wird er sofort in Westafrika eingesetzt.

Impfungen sollen im Kampf gegen das Ebola-Fieber Priorität erhalten. Derzeit stehen 400 Einheiten des Impfstoffes zur Verfügung, wenn große Mengen für eine Immunisierung erforderlich sein sollten. Reichen geringere Mengen aus, lässt sich diese Menge auf 4.000 erhöhen. Die WHO warnte jedoch davor, dass die Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff nicht die Wichtigkeit der Maßnahmen verringern sollte, die sich bisher zur Bekämpfung von Ebola-Ausbrüchen als wirksam erwiesen haben.

Autor: pressetext.com, Autor: Michaela Monschein, Stand: 08.09.2014

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