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Fehlsichtigkeit – Formen, Symptome, Lösungen

pixabay.com © Hebi65 (CC0 1.0) © pixabay.com © Hebi65 (CC0 1.0)

Der Mensch ist ein Augentier. Gut 86 Prozent aller Informationen aus der Umwelt nehmen wir über die Augen auf. Deshalb ist auch der Alltag auf eine einwandfreie Sicht ausgerichtet. Lässt die allerdings zu wünschen übrig, kann das Probleme, Einschränkungen und sogar eine erhöhte Unfallgefahr mit sich bringen.

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So funktioniert das Auge

Das menschliche Auge arbeitet nach demselben Prinzip wie eine Kamera. Hornhaut und Linse bilden dabei das Objektiv mit seinem Linsen- und Spiegelsystem. Hier fällt das Licht ein und wird gebrochen, sodass es später korrekt auf der Netzhaut landet. Diese Brechung wird in Dioptrien gemessen. Wie viel Licht ins Auge gelangt, regelt die Pupille. Sie bildet also die Blende der „Kamera“. Die Netzhaut schließlich ist der Film, der das Bild aufnimmt und über den Sehnerv zum Gehirn leitet. Am schärfsten wird das Bild, wenn das Objektiv die Lichtstrahlen direkt auf den Gelben Fleck leitet. Er heißt deshalb auch Punkt des schärfsten Sehens. Im gesunden Auge spielen Objektiv, Blende und Film perfekt mit der Größe der Kamera, also der Länge des Glaskörpers im Auge, zusammen.

Funktioniert das Objektiv nicht einwandfrei oder stimmen die Abmessungen des Glaskörpers nicht, kommt es zu einer Fehlsichtigkeit.

Kurzsichtigkeit

Die Kurzsichtigkeit oder Myopie betrifft weltweit jeden fünften Menschen und ist damit nicht selten. Schuld an dieser weiten Verbreitung soll die Bildschirmarbeit sein, so Forscher in einem Artikel der Welt.

Kurzsichtigkeit kann dabei verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann der Augapfel zu lang sein. Möglich ist aber auch eine falsche Brechung durch das Objektiv, also durch Linse und Hornhaut. In beiden Fällen bündelt sich das einfallende Licht noch vor der Netzhaut und das Netzhautabbild wird unscharf.

Bei der Kurzsichtigkeit betrifft die Unschärfe die entfernter gelegenen Objekte. Die unmittelbare Umgebung bleibt dagegen noch scharf.

Weitsichtigkeit

Die Weitsichtigkeit oder Hyperopie ist weniger verbreitet. Sie ist in ihrer Ursache das Gegenstück zur Kurzsichtigkeit. Hier ist der Augapfel zu kurz für die Brechung des Lichtes. Der Punkt des schärfsten Sehens landet also nicht auf dem Gelben Fleck, sondern liegt theoretisch dahinter.

In der Folge erscheinen Objekte in unmittelbarer Nähe unscharf. Das macht beispielsweise das Lesen schwierig oder ohne Brille gar unmöglich.

Hornhautverkrümmung

Die Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus führt ebenfalls zu unscharfem Sehen. Hier liegt die Ursache jedoch nicht im Augapfel, sondern in der Hornhaut. Sie ist nicht gleichmäßig gewölbt, sondern hat eine Unebenheit. Diese „Delle“ sorgt dafür, dass das Licht nicht mehr ordnungsgemäß gebündelt werden kann. Die Lichtstrahlen treffen also auf der Netzhaut nicht mehr in einem Punkt zusammen. Genaueres dazu beschreibt auch dieser Artikel.

Alterssichtigkeit

Bei der Alterssichtigkeit oder Presbyopie funktioniert das Objektiv der Kamera nicht mehr einwandfrei. Normalerweise passt sich die Linse des Auges verschiedenen Entfernungen an, um die Bilder in Nähe und Ferne ordnungsgemäß auf den Gelben Fleck zu lenken. Mit zunehmendem Alter lässt jedoch die Elastizität der Augenlinse nach. Sie kann sich dann nicht mehr so gut anpassen.

Die Folge kann eine Weitsichtigkeit sein. Das Auge kann aber auch weit- und kurzsichtig zugleich werden.


Nahaufnahme: pixabay.com © Giuliamar (CC0 1.0)

Folgen einer Fehlsichtigkeit


Das Gehirn ist für scharfes Sehen gemacht. Liefern die Augen keine scharfe Sicht, versucht es, diese mittels verschiedener Tricks wieder herzustellen. Wer fehlsichtig ist, kneift oft unbewusst die Augen zusammen, um besser sehen zu können. Mitunter blinzeln Betroffene auch überdurchschnittlich viel oder starren konzentriert, wenn sie etwas genau erkennen wollen.

Das ist anstrengend für den Körper und hat Folgen. Eine Fehlsichtigkeit lässt sich also nicht nur vom Arzt aufdecken. Auch diese Symptome können darauf hinweisen:

  • trockene Augen
  • Augenreiben
  • Blinzeln
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen

Sehtests entlarven Sehfehler schnell und gezielt

Wer solche Symptome an sich beobachtet, sollte dringend einen Sehtest machen. Ein Termin beim Optiker oder Augenarzt ist dann angezeigt. Aber auch mit Online Sehtests wie dem von Fielmann lässt sich dem ersten Verdacht gut nachgehen, denn nicht immer werden die Symptome von einer Fehlsichtigkeit verursacht.

Wer zum Sehtest geht oder diesen zu Hause online macht, sollte das möglichst vormittags oder nachmittags tun. Auch das Auge unterliegt tageszeitlichen Schwankungen. Deshalb ist die Abweichung von der durchschnittlichen Sehschärfe mittags am größten und würde daher leicht abweichende Werte ergeben.

Ergibt ein Online Sehtest einen Sehfehler, ist der Besuch beim Augenarzt in jedem Fall angeraten. Er kann genau diagnostizieren, um welche Art von Sehschwäche es sich handelt, denn während Kurz- und Weitsichtigkeit recht einfach zu definieren sind, wird es beim Astigmatismus schon schwieriger.

Sehfehler korrigieren

Die klassische Korrektur für einen Sehfehler sind Brillen. Als Lesebrille helfen sie beispielsweise bei Weitsichtigkeit. Die gibt es heute in festen Stärken schon in manchem Supermarkt. Wer jedoch mehr als nur eine leichte Unschärfe beim Lesen korrigieren will, ist mit einer Brille vom Optiker besser beraten. Je nach Linsenschliff lassen sich bei Brillen vom Fachmann Sehfehler sehr genau korrigieren.
Bei einer Alterssichtigkeit mit Unschärfen im Nah- und Fernbereich hilft eine Gleitsichtbrille, deren Spezialschliff verschiedene Schärfen vereint.

Manche Menschen mögen Brillen jedoch aus den verschiedensten Gründen nicht. Auch wird eine Brille mit zunehmenden Dioptrien recht dick – und wenn sie aus Glas ist, dann auch entsprechend schwer. In solchen Fällen sind Kontaktlinsen die bessere Alternative. Auch beim Sport und in der aktiven Freizeitgestaltung sind Kontaktlinsen oft angenehmer.

Heute wird bei Fehlsichtigkeiten oft gelasert. Klassische Kurz- und Weitsichtigkeiten lassen sich dadurch dauerhaft korrigieren. Auch eine Hornhautverkrümmung kann je nach Laserverfahren ausgeglichen werden. Welches Laserverfahren dabei angewendet werden kann, entscheidet unter anderem die Stärke der Fehlsichtigkeit und ob ein Astigmatismus vorliegt. Es gibt dazu mittlerweile unterschiedliche Verfahren, wie hier erläutert.

Die Art der angewendeten Korrektur, hängt im Endeffekt zum einen von der genauen Ursache der Fehlsichtigkeit ab, denn nicht jedes Sehproblem lässt sich mit jeder Korrektur beheben. Zum anderen ist es aber auch eine Frage des Geldbeutels. Brillen verursachen in der Standardversion überschaubare und einmalige Kosten. Bei Kontaktlinsen dagegen fallen nach der Anschaffung noch weitere Kosten für die Pflege an. Lasern ist die kostspieligste aller Lösungen, denn hier liegen die Preise in der Regel im vierstelligen Bereich. Von der Krankenkasse werden diese Kosten nur in Ausnahmefällen übernommen, etwa bei starken Unterschieden in der Fehlsichtigkeit von einem Auge zum anderen. Die Entscheidung für die Art der Korrektur eines Sehfehlers bleibt also neben den eigenen Vorlieben und den physischen Voraussetzungen auch eine Sache des Geldbeutels.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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