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Zahnentzündungen und die Risiken für das Herz-und Kreislaufsystem

Hemera Technologies / AbleStock.com / Thinkstock © Hemera Technologies / AbleStock.com / Thinkstock


Eine Zahnentzündung beeinträchtigt das Herz-Kreislauf-System

Jeder Mensch leidet in seinem Leben mindestens einmal unter einer Zahnentzündung, wobei deren schwerwiegende Folgen meist kaum jemandem geläufig sind. Parodontitis, also ein entzündetes Zahnfleisch, entsteht nicht nur durch schlechte bzw. mangelnde Mundhygiene.  Auch Menschen, die sich jeden Tag sorgfältig die Zähne putzen, können davon betroffen sein. Erste Anzeichen sind ein gerötetes und blutendes Zahnfleisch. Sollte in diesem Stadium der Erkrankung keine Parodontosebehandlung durch einen Zahnarzt erfolgen, so ist ein baldiger Zahnausfall kaum mehr zu vermeiden. Und obwohl eine derartige Zahnprognose schon schlimm genug ist, so sind deren Folgen noch viel weitreichender. Zahnentzündungen gefährden das Herz, Gefäße, Gelenke und sogar ungeborene Kinder.

Die Veränderung des Immunsystems bei einer Zahnwurzelentzündung

Sobald sich eine Zahnwurzelentzündung im Mund breit gemacht hat, muss man mit einer veränderten Reaktion des Immunsystems rechnen. Die mit Bakterien befallenen Mundbereiche werden von nun an stärker durchblutet, was in diesem Fall eher negative Auswirkungen mit sich zieht. Durch die gesteigerte Durchblutung gelangen deutlich mehr Immunzellen (T- Zellen, B- Zellen uvm.) in den Bereich der Zahnwurzelentzündung als zuvor. Die Immunzellen bringen zugleich mehr Bakterien von der Mundhöhle in den Blutkreislauf und verteilen sich rasch im gesamten Organismus. Sind einige Organe, wie das Herz oder die Lunge bereits geschwächt, so ist der Befall mit den Mundbakterien kaum mehr aufzuhalten. Eine weitere ernst zu nehmende Erkrankung der Organe wird provoziert und kann (bei Nicht-Behandlung) sogar bis zum Tode führen. Patienten, die hingegen vollkommen gesund waren, verkraften die Streuung der Bakterien deutlich besser und lassen sich schneller und effektiver behandeln.

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Die Folgen für das Herz-Kreislauf-System

Ein bakterieller Befall an Zähnen und Zahnfleisch wirkt sich auf das gesamte Herz-Kreislauf-System aus. Nierenleiden, Gelenk- und Kopfschmerzen sowie ein komplettes Herzversagen können davon ausgehen, wobei nur die wenigsten Menschen einen Zusammenhang feststellen bzw. akzeptieren wollen. Erwiesen ist jedoch, dass Parodontitis das Risiko zu einer Frühgeburt begünstigt, eine vorhandene Diabetes verschlimmern und zugleich die lebenswichtigen Blutgefäße verengen oder gar verstopfen kann.

Derartige lebensbedrohliche Folgen einer Zahnfleischerkrankung lassen sich leicht veranschaulichen. Betrachtet man einmal den menschlichen Körper, so stellt man schnell fest, dass nahezu jeder Teil über Blutgefäße, Nerven oder Muskeln miteinander verbunden ist. Der Mundbereich, bestehend aus Lippen, Zähne, Zunge, Zahnfleisch, Schleimhäute und Kiefer, ist perfekt aufeinander abgestimmt und bildet in sich eine geschlossene Einheit die wiederum mit anderen Körperteilen verzweigt ist. Somit können Bakterien aus dem Mundbereich in nahezu jeden Körperteil gelangen und das Herz-Kreislauf-System schädigen.

Ein krankes Herz durch Parodontitis

Durch ein schlecht gepflegtes Gebiss können viele ernsthafte Krankheiten hervorgerufen werden. Eine Erkrankung des Herzens wird dabei schnell zur Regel und kann sich in einer Herzklappenentzündung oder gar einem Herzinfarkt äußern. Doch dass eine Zahnfleischentzündung dafür verantwortlich ist, wird meistens erst im späteren Krankheitsstadium festgestellt, so dass neben einer vollständigen Genesung eher eine Linderung der Beschwerden zum Tragen kommt. Ausgehend von einer massiven Bakterienansammlung an der Zahnwurzel, werden diese über die Blutgefäße in die Blutlaufbahn geschwemmt und legen sich auf den Herzklappen nieder. Die Herzfunktion wird soweit eingeschränkt, dass nur noch eine neue Herzklappe Linderung versprechen kann. Bevor man jedoch eine Herz-OP ansetzen kann, muss der Entzündungsherd beseitigt werden. Mittels einer Zahn-OP werden die Entzündungen im Mundbereich entfernt und von jeglichen Bakterien gesäubert. Das Zahnfleisch kann sich wieder erholen und die Bakterien, die dem Herzen einst so schwer zugesetzt haben, gehören nunmehr der Vergangenheit an.

Parodontitis begünstigt den Tumorwachstum

Menschen, die an Parodontitis erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko um an Krebs im Kopf-Hals-Bereich zu erkranken. Selbstverständlich wird der Krebs nicht nur durch eine Zahnentzündung hervorgerufen, dennoch kann diese einen Wachstum an Krebszellen begünstigen. Die Annahme, dass Parodontitis auch gleich Krebs bedeutet, ist jedoch vollkommen falsch. Für eine Krebserkrankung sind viele Faktoren zu berücksichtigen, welche man jedoch mit regelmäßigen Gesundheitschecks vorbeugen kann.

Zahnentzündungen vorbeugen

Damit sich im Körper gar nicht erst Bakterien verbreiten können, sollte man auf eine gesunde Zahnhygiene achten. Eine Zahnwurzelentzündung kann mit konsequentem Zähne putzen verhindert werden. Mit fluoridhaltiger Zahncreme werden, sowohl die Zähne als auch die Zahnzwischenräume mindestens 2-mal täglich gereinigt. Selbst der Einsatz von Zahnseide oder Interdentalbürstchen ist für die Zahnzwischenräume nur zu empfehlen. Über eine professionelle Zahnreinigung wird hingegen verhindert, dass Plaque überhaupt an den Zähnen haften bleibt. Abgerundet wird die Zahngesundheit mit einer gesunden und Zucker armen Ernährung, bei der auf Alkohol und Zigarettenkonsum gänzlich verzichtet werden sollte.

Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt spielt auch eine wichtige Rolle. Denn ohne, dass man unter Zahnschmerzen leidet, kann der Zahnarzt bereits das Anfangsstadium einer Zahnentzündung feststellen und behandeln. Mittels einer speziellen Zahntherapie werden die Entzündungsherde beseitigt, damit eine Ausbreitung auf den ganzen Körper gar nicht erst stattfinden kann. Eine gute Mundhygiene ist somit das A und O eines gesunden Körpers und sollte keineswegs vernachlässigt werden.

Autor: Wissen - Gesundheit - Redaktion

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