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Uralte Virusinfektion machte Mensch intelligent

phil.cdc.gov (James Gathany) © phil.cdc.gov (James Gathany)

Augenscheinlich unwichtige DNA-Teile, die über Jahre hinweg als "Junk" betitelt wurden, haben doch enorme Auswirkungen auf den Aufbau der menschlichen Zellen im Gehirn gehabt. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der schwedischen Lund University http://lunduniversity.lu.se/ . Ganze fünf Prozent unseres genetischen Bestands bestehen aus Retroviren, die bislang als nicht wirklich relevant in der Zellforschung galten.

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Wichtige Regulatoren

"Wir waren in der Lage zu beobachten, dass diese Viren in den Gehirnzellen aktiviert werden und eine wichtige Regulierungsfunktion haben", erklärt Johan Jakobsson, Leiter des Forschungsteams für molekulare Neurogenetik. Möglicherweise lassen sich durch die Viren auch Unterschiede zwischen verschiedenen Spezien erklären.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Vorfahren des Menschen offenbar mit Retroviren infiziert haben und diese auch an ihren Nachwuchs übertrugen. Das sterbende Virus war immer dazu in der Lage, weitere Kopien seiner Gene zu erzeugen und damit weiter zu vererben. Dieses Phänomen ist als "ancestral virus" bekannt.

Medizin dankbar für Fortschritt

Unterschiedliche Retroviren gibt es in verschiedenen Formen viele. Unter anderem gehört auch HIV dazu. Die Ergebnisse der an der schwedischen Universität durchgeführten Untersuchung eröffnen der Forschung über Gehirn-Krankheiten eine neue Dimension.

Zumindest wenn eine Krankheit genetisch bedingt ist, lassen sich durch die Arbeit der Forscher neue Rückschlüsse ziehen. "Nun sind wir dazu in der Lage, eine sehr viel größere Auswahl an genetischem Material, das bislang als unwichtig galt, zu betrachten", so Jakobsson abschließend.

Autor: pressetext.com, Sabrina Manzey, 15.01.2015

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