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Mehr Lebensqualität trotz Inkontinenz

BVMed © BVMed

Wer von Inkontinenz betroffen ist, leidet unter dem Verlust der Fähigkeit, Stuhl und Urin halten sowie kontrolliert abgeben zu können. Diese Erkrankung kann physische als auch psychische Ursachen haben und sorgt für einen Verlust der Lebensqualität.

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Viele Menschen schämen sich, diese Symptome zu verbalisieren und schieben einen Arztbesuch lange auf. Fakt ist jedoch, dass der Umsatz von Inkontinenzwindeln stetig zugenommen hat. In einem Artikel der Deutschen Wirtschafts Nachrichten vom 7.11.2014 wird für das Jahr 2067 prognostiziert, dass mehr Windeln an alte Menschen verkauft werden als von Müttern zur Babypflege. Anhand dieser Zahlen lässt sich abschätzen, dass weitaus mehr Menschen von Inkontinenzproblemen geplagt werden, als allgemein angenommen und Betroffene nicht alleine sind.

Harninkontinenz kann verschiedene Auslöser haben. So können Urintropfen durch körperliche Belastung, Husten oder Niesen ungewollt abgegeben werden, verursacht durch ein geschwächtes Beckenbodengewebe oder operative Eingriffe in diesem Bereich. Neurologische Erkrankungen oder Diabetes können durch eine gestörte Signalübertragung für eine vorzeitige Blasenentleerung sorgen. Auch organische Veränderungen wie Tumoren, eine Harnröhrenverengung oder eine vergrößerte Prostata können die Ursache für Harninkontinenz sein. Stuhlinkontinenz dagegen wird vielfach durch entzündliche Darmerkrankungen, Verstopfungen oder Nervenschädigungen ausgelöst. Generell reagiert der Körper auch auf die Psyche. Starke Ängste oder Wutgefühle können ihrerseits auf Nerven und den Stoffwechsel wirken und damit Ursache von organbedingter Inkontinenz sein.

Menschen mit Inkontinenzproblemen befinden sich in einem Kreislauf unangenehmer Gefühle. Die Situation als solche ist belastend und bewirkt, dass die Betroffenen sich in Beruf und Freizeit zunehmend isolieren. Was wiederum depressive Stimmungsveränderungen bewirken kann, die ihrerseits das physische Wohlbefinden beeinträchtigen. Vorrangig alte Menschen brauchen in diesem Fall den Zuspruch und die Unterstützung der Familie und Angehörigen. Wenn die betroffenen Personen sich zurückziehen und liebgewonnene Gewohnheiten fallen lassen, ist es Zeit, vorsichtig und taktvoll nach den Ursachen zu fragen. Ein klärendes Gespräch kann gegebenenfalls Mut für einen Arztbesuch oder von Außen kommende Hilfestellung überhaupt erst möglich machen. Dabei sind vertraute Personen von größter Wichtigkeit. Sie können Begleitpersonen sein, die beim Arztbesuch anstelle des Patienten die Situation und Symptomatik beschreiben.

Können die ursächlichen Krankheiten nicht behoben werden, sollten Inkontinenzprodukte aus Sanitätshäusern wie Windeln, Schutz- und Klingelhosen oder Kondom- Urinale bei Männern verwendet werden, die nicht nur physischen Schutz, sondern psychische Sicherheit und mehr Mobilität gewährleisten. Beckenbodenübungen nach einer Schwangerschaft oder reizhemmende Medikamente können ebenfalls positive Veränderungen bewirken. Bei empfindlichem Verdauungssystem sollte über Nahrungsumstellung nachgedacht und diese mit dem Arzt besprochen werden. Regelmäßiges Toilettentraining, bei dem die Wahrnehmung der eigenen Körperreaktion gesteigert und bewusst gesteuert wird, kann die Heilung ebenfalls beeinflussen.

Inkontinenz muss die Lebensqualität nicht beschränken. Mit physischen Hilfsmitteln, Medikamenten und einer positiven psychischen Ausrichtung können Betroffene ein weitgehend normales Leben führen, ohne sich ausgeschlossen oder andersartig fühlen zu müssen.

 

Autor: Wissen - Gesundheit - Redaktion

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