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Hirsutismus

Shutterstock / NinaMalyna © Shutterstock / NinaMalyna

Wenn bei Frauen und Kindern ein übermäßiger Haarwachstum auftritt, insbesondere an Bauch,
 Rücken, Oberarmen, Wangen, Oberlippe und Kinn, dann spricht man von Hirsutismus. Dabei handelt es sich meist um eine dicke und dunkle Behaarung, die auch als Terminalhaar bezeichnet wird. Je nachdem um welche Ursache es sich dabei handelt, unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Formen. Bei der diffusen Form wachsen die Haare über den ganzen Körper verteilt und bei der lokalen Form
nur an bestimmten Körperstellen. Die starke Behaarung ist das einzige Merkmal dieser Erkrankung, andere Symptome treten hierbei nicht auf.

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Die Ursachen für Hirsutismus


Für die Erkrankung Hirsutismus kann es viele verschiedene Ursachen geben. So kann sie als Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten zum Beispiel bei der Einnahme von Blutdruckmitteln oder Mitteln gegen Haarausfall entstehen. In 90 Prozent der Fälle ist keine Grunderkrankung vorhanden,
 die das übermäßige Haarwachstum verursacht, sondern eine genetische Veranlagung. Vermutet wird hier eine Überempfindlichkeit gegen das männliche Hormon Testosteron, worauf die Haarfollikel zu stark reagieren, obwohl der Testosteronspiegel im normalen Bereich liegt. Zu der zweithäufigsten Ursache gehört eine Fehlfunktion der Eierstöcke, wodurch zu viele männliche Hormone produziert werden, die das Haarwachstum anregen.

Die Behandlung von Hirsutismus

Hormonelle Behandlung

Handelt es sich um einen hormonell bedingten Hirsutismus dann können Hormonpräparate für Abhilfe sorgen. Diese werden vom behandelnden Frauenarzt verschrieben. Meist werden hier sogenannte orale Kontrazeptiva oder Anti-Androgene eingesetzt. Tritt der Hirsutismus während der Wechseljahre auf, können auch zusätzlich noch Östrogene verordnet werden.

Wachsen, Bleichen und Laser-Therapie

Da die psychische Belastung bei dieser Erkrankung nicht unterschätzt werden sollte, ist es wichtig
 sich damit auseinander zu setzen, welche Möglichkeiten es gibt, die störenden Haare zu entfernen.
Die Behandlungsmethode hängt dabei in erster Linie vom Hauttyp und der Empfindlichkeit des Betroffenen ab. Wichtig ist natürlich auch der finanzielle Aspekt, da sich die angebotenen Methoden stark im Bereich der Kosten unterscheiden. Eine umfassende Beratung können Betroffene zum Beispiel beim Hautarzt oder Kosmetiker einholen. Eine sehr effektive und langanhaltende Methode ist die Entfernung mit Wachs. Sie ist zwar schmerzhaft, dafür hält sie deutlich länger an als eine
 klassische Rasur. Wem das zu schmerzhaft ist, der kann auch auf das Bleichen der Haare zurückgreifen. Diese Methode eignet sich allerdings nur für Personen, die eine dünne und weiche Behaarung weisen. Wer dauerhaft von den störenden Haaren befreit werden möchte, der sollte sich 
die Laser-Methode mal etwas genauer anschauen. Hier besteht das Ziel darin, die Haarwurzel komplett zu zerstören, damit keine Haare mehr nachwachsen. Dies erfolgt mit einem kaum spürbaren und kleinen Stromstoß. Allerdings ist diese Methode sehr kostenintensiv. Zudem müssen mehrere Sitzungen stattfinden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Haarentfernungscreme

Eine günstige Alternative zum schmerzhaften Wachsen ist die Haarentfernungscreme. Diese muss einfach auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden und kurz einwirken, schon können die 
lästigen Haare problemlos entfernt werden. Je nach Produkt variiert die Anwendung ein wenig. Alle funktionieren aber nach dem gleichen Prinzip. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt pflegende Inhaltsstoffe beinhaltet. So zum Beispiel in Form von Vitamin E, Aloe Vera und 
Shea Butter, so dass die Haut nicht unnötig gereizt wird. Die Creme wird in einer dünnen Schicht
 auf die Haut aufgetragen und muss dann ca. 5 bis 10 Minuten einwirken. Mit einem dünnen Spachtel, der meist dabei ist, kann die Creme nach der Einwirkzeit entfernt werden. Hier sollte aber beachtet werden, dass die Enthaarungscreme in Richtung des Haarwuchses entfernt wird. Anschließend wird die behandelte Körperstelle mit Wasser abgewaschen.

Aber wie wirkt Haarentfernungscreme eigentlich? Die Produkte enthalten basische Inhaltsstoffe und Schwefel, so dass die Haarwurzel ungefähr einen Millimeter unter der Haar-Oberfläche abgetrennt wird. Dabei wird sie aber nicht komplett abgelöst.
 Durch den Schwefel wird das Keratin angegriffen, wodurch das schnelle Nachwachsen vermieden wird.

Reduktase-Hemmer

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit sind Reduktase-Hemmer zum Beispiel in Form von Finasterid. 
Diese hemmen die Umwandlung des männlichen Hormons Testosteron zum Dihydrotestosteron, wodurch das Haarwachstum gestoppt werden soll. Dieses Medikament ist verschreibungspflichtig und sollte nur mit Absprache durch den Frauenarzt verordnet warden.

Rasieren und Zupfen

Wer nur unter der leichten Form von Hirsutismus leidet, der kann auch die ganz klassische Rasur anwenden. Sie ist nicht nur preiswert, sondern auch einfach in der Handhabung. Allerdings hat diese Methode auch ein paar Nachteile. Da die Haare schon nach ein paar Tagen wieder wachsen, muss die Rasur wenn möglich täglich angewendet werden. Auch hier ist die Pflege nach der Rasur wieder besonders wichtig. Ideal sind feuchtigkeitsspendende Cremes, die die gereizten Hautstellen
 beruhigen. Grundsätzlich hat man die Wahl zwischen der Trocken- und der Nassrasur. Die Nassrasur reizt die Haut nicht so stark wie die Trockenrasur. Betrifft die Behaarung besonders die Oberlippe 
in Form eines Damenbarts, dann kann auch das Zupfen mit einer Pipette eine gute Möglichkeit sein. Dabei wird das Haar direkt aus dem Follikel gezogen. Je nachdem wie stark das Haarwachstum ist, muss dieser Vorgang häufig wiederholt werden. Nachteilig ist hier, dass es zu einer Narbenbildung kommen kann oder Haare einwachsen können.

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- Pharmazeutische Zeitung 
- Polyzystisches Ovarialsyndrom
- Ferriman Gallwey Index

Autor: Wissen - Gesundheit - Redaktion

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