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Urtikaria: Wenn die Haut brennt

Wikimedia Commons (Hyper84) © Wikimedia Commons (Hyper84)

Nesselsucht trifft jeden vierten Erwachsenen einmal im Leben – dann brennen Quaddeln, Rötungen überziehen die Haut, manchmal treten Schwellungen auf. Die Hautreaktionen verschwinden oft von allein; bei einigen jedoch verfestigt sich das Krankheitsbild, und die Patienten müssen wegen einer chronischen Urtikaria langfristig in Behandlung. Lesen Sie hier, wie Sie die Krankheit erkennen und wie sie behandelt wird.

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Fachleute unterscheiden verschiedene Formen der Nesselsucht oder (medizinisch) Urtikaria, je nachdem, wie lange die Beschwerden anhalten (akute oder chronische Urtikaria) und wie sie entstehen. Die „induzierbare“ Urtikaria entsteht durch bekannte Auslöser, die oft physikalischer Natur sind, wie Licht, Wasser oder Druck. Patienten dieser Formen von Nesselsucht sollten die Auslöser vermeiden; der Juckreiz und die Quaddeln lassen sich mit Antihistaminika in der Regel gut lindern.

Schwieriger ist die Situation für die Patientin oder den Patienten sowie für die Ärzte, wenn die Auslöser nicht bekannt sind. Die chronische spontane Urtikaria, wie diese Form von Dermatologen genannt wird, dauert bei der Hälfte der Patienten etwa sechs Monate, doch andere sind jahrelang betroffen, zehn Prozent sogar länger als fünf Jahre. Hintergründe zur Krankheit und zu den einzelnen Auslösern finden Sie auf Ratgeberportalen wie nesselsuchtinfo.de.

Betroffene sollten auf jeden Fall den Hausarzt oder Dermatologen aufsuchen, wenn die Beschwerden länger anhalten. Die Europäische Akademie für Allergologie und Klinische Immunologie (EAACI) empfiehlt diese Behandlungsschritte:

  • sorgfältige Anamnese der Geschichte des Patienten und eine eingehende körperliche Untersuchung
  • Ausschluss von Differenzialdiagnosen und Untersuchung auf systemische Entzündungen
  • Diagnostische Ausschlusstests auf Auslöser aus den Bereichen Medikamente, Nahrungsmittel und physikalische Faktoren
  • Einschätzung der Krankheitssymptome, ihre Auswirkungen auf den Patienten und dessen Umgang damit

Eine Heilung ist zurzeit nicht möglich; in vielen Fällen heilt sich der Körper aber selbst, und die Krankheit verschwindet von allein. Das Ziel der Behandlung ist, dass die Patienten frei von Symptomen und Beschwerden ihrem Alltag nachgehen können. Deshalb müssen parallel zur Diagnose die Quaddeln, Schwellungen und vor allem der Juckreiz medikamentös behandelt werden.

Dafür setzen die Ärzte zunächst Antihistaminika ein. Dies sind Medikamente, die den Wirkstoff Histamin blockieren und auch in der Allergiebehandlung eingesetzt werden. Seit Kurzem steht mit Omalizumab auch ein weiterer Wirkstoff zur Verfügung, der in den Fällen genutzt wird, wenn die Medikamente erster Wahl nicht helfen. Über den Einsatz dieses Wirkstoffs berichten Prof. Dr. Torsten Zuberbier und Prof. Dr. Marcus Maurer von der Charité ­ Universitätsmedizin Berlin in einem unlängst veröffentlichten Paper.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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