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Haarwurzelentzündung – was ist das und wie behandelt man sie?

Phimchanok / Fotolia.com © Phimchanok / Fotolia.com

Entzündete oder mit Bakterien infizierte Haarwurzeln sind laut „International Foundation of Dermatology“ (http://www.ifd.org/protocols/bacterial-infections-of-the-hair-follicles) die Definition und Symptome der sogenannten ‚Follikulitis‘ - einer entzündlichen Erkrankung der Haarfollikel.

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Solche Irritationen der Haarwurzeln können dann auftreten, wenn diese in irgendeiner Weise gereizt oder beschädigt werden. Das geschieht in der Regel durch Rasieren, eine andere entzündliche Hauterkrankung, wie Akne (siehe Buchtipp am Ende des Artikels) oder auch nur das Tragen enger Kleidung, die auf der Haut reibt.

Sind die Haarfollikel erstmal geschädigt, können Bakterien, Pilze und Viren ungehindert eindringen und für eine Verschlimmerung der Entzündung sorgen. Leichte Formen der Haarwurzelentzündung klingen in der Regel von selbst wieder ab, schwerere Fälle sollten von einem Arzt oder Heilpraktiker begutachtet und gegebenenfalls behandelt werden.

In diesem Artikel soll es jedoch ausschließlich um leichtere Formen der Follikulitis gehen und wie man sie mit natürlichen und Hausmitteln behandeln kann oder – noch besser – was man tun kann, um solchen Entzündungen vorzubeugen und sie ganz zu vermeiden.

Haarwurzeln können sich durch eindringende Erreger entzünden. Bild: www.fotolia.com © Henrie
Haarwurzeln können sich durch eindringende Erreger
entzünden. Bild: www.fotolia.com © Henrie

 
1. Vermeiden Sie wenn möglich Alles, was Haarwurzeln reizen oder beschädigen kann und so deren Entzündung begünstigt. Beispiele dafür sind:

- Exzessives Rasieren, insbesondere im Intimbereich, Haare auszupfen oder epilieren, sowie jede Art von Waxing

- Aktivitäten, die Sie stark schwitzen lassen - vor allem wenn Sie anschließend keine Möglichkeit zum Duschen haben.

- Längeres Baden in heißem Wasser (Badewanne, Whirlpools etc.)

- Alles was Ihre Haut sonst in irgendeiner Weise angreifen könnte (z.B. ein ‚scharfes‘ Gesichtswasser, Peelings etc.)

2. Behandeln Sie zunächst eventuell bestehende follikulitis-auslösende Erkrankungen, wie zum Beispiel Akne oder Rosacea

3. Pressen Sie mehrmals am Tag ein feuchtes, warmes Tuch gegen die entzündeten Stellen um die Irritation zu lindern. Sie können den lindernden Effekt noch steigern, wenn Sie dieses Tuch mit weißem Essig tränken.

4. Waschen Sie entzündete Hautpartien mindestens 2x täglich mit einer antibakteriellen Seifenlösung und trocknen Sie Ihre Haut anschließend mit einem sauberen Handtuch, das Sie jeweils nur 1x verwenden (oder unterschiedliche Stellen des Handtuchs nur 1x).

5. Cremen Sie Ihre Haut nach dem Waschen mit einer rezeptfreien, entzündungshemmenden Lotion ein. Wenn die entzündeten Stellen jucken, können Sie es auch mit einer Lotion versuchen, die Haferschleim enthält

6. Waschen Sie Kleidung und Handtücher, die mit den entzündeten Hautstellen in Kontakt kommen, regelmäßig und so heiß wie möglich. Verwenden Sie nach Möglichkeit weiße Handtücher, die Sie auskochen können und waschen Sie alles andere mit einem antibakteriellen Waschmittel.


Warnhinweise:

Wie bereits erwähnt, beziehen sich die genannten Punkte ausschließlich auf leichte Formen der Follikulitis, die problemlos mit Hausmitteln kuriert werden können. Es geht dabei in erster Linie um eine Linderung der auftretenden Beschwerden, wie Juckreiz und Hautrötungen, sowie eine Beschleunigung des Abheilungsprozesses.

Haarwurzelentzündungen, die hartnäckig bestehen bleiben oder immer wieder kommen, sollten in jedem Fall von einem Dermatologen oder Heilpraktiker untersucht und behandelt werden.

Dazu ist es zunächst notwendig, die exakten Gründe und Erreger zu bestimmen, um dann beides gezielt angehen zu können. So kann es sein, dass eine Follikulitis nicht durch gereizte oder beschädigte Haarwurzeln, sondern durch eine bestehende Entzündung im Körper ausgelöst wurde und mit einem Antibiotikum behandelt werden muss.

Das Gleiche gilt, wenn die Haarwurzelentzündung zu eitrigen Pickeln oder Furunkeln führt. In diesem Fall kann ein Arzt oder Heilpraktiker die Beschwerden lindern, indem er für einen geregelten Flüssigkeitsabfluss sorgt. Gleichzeitig wird damit einer Narbenbildung vorgebeugt.


Tipps

Wenn entzündete Haarwurzeln immer wieder und offensichtlich als Folge von Haarentfernungsmaßnahmen auftreten, sollten Sie diese Art der Haarentfernung für eine Weile nicht benutzen. Wenn Sie darauf jedoch nicht verzichten wollen, versuchen Sie es mit einem elektrischen Rasierer oder einer dauerhaften Haarentfernung mittels Laser (siehe zum Beispiel http://www.lasertherapie-muenchen.com/therapie/haarentfernung). Diese Art der Haarentfernung ist wesentlich milder, als alle Arten der Nassrasur, Waxing etc.


Mittel für die Selbstbehandlung einer Haarwurzelentzündung

- Antibakterielle Seife

- Antibakterielles Waschmittel

- Entzündungshemmende Hautlotion

- Haferschleim-Lotion gegen Juckreiz

- Saubere, möglichst ausgekochte Wasch- und Handtücher

- Weißer Essig

 

Autor: Wissen - Gesundheit - Redaktion

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