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Demenz: Ärzte beklagen Versorungslücken

photocase392385985229 © photocase392385985229

Mediziner haben neue Bedenken zur Unterstützung für Demenzpatienten durch das National Health Service und andere britische Sozialeinrichtungen angemeldet. Das Royal College of General Practitioners geht laut BBC sogar so weit, dass Ärzte bis zu einer Verbesserung dieser schwierigen Situation abwägen müssen, ob eine frühe Diagnose überhaupt Vorteile bringen kann. Die Institution reagiert damit auf eine Umfrage, die die Alzheimer's Society bei praktischen Ärzten durchgeführt hat.

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Die Ergebnisse der Befragung legen nahe, dass manche Patienten aufgrund der Lücken in der medizinischen Versorgung gezwungen sind, sich auf ihre Familie, Freunde und unbezahltes Pflegepersonal zu verlassen. Gerade praktische Ärzte spielen eine entscheidende Rolle bei der Koordination der Pflege von Demenzpatienten. Laut dem Royal College of General Practitioners brechen die medizinischen Dienste immer wieder unter dem Druck von immer mehr Diagnosen zusammen.

Patienten werden nicht überwiesen

Die Online-Befragung von rund 1.000 praktischen Ärzten ergab, dass die Mediziner hinsichtlich des Ausmaßes der Pflege eine ganze Reihe von Bedenken haben. Einige gingen davon aus, dass es zu wenige lokale Dienste gibt, um eine Hilfe für ihre Patienten zu gewährleisten. Stehen diese Pflegedienste nicht zur Verfügung, geht ein Viertel der Ärzte davon aus, dass sie einen Patienten bei einem Verdacht auf eine Demenzerkrankung eher nicht zur Bestätigung der Diagnose an einen Spezialisten überweisen würden.

Nigel Mathers vom Nigel Mathers teilt diese Einschätzung der Lage und fordert Verbesserungen in der lückenhaften Versorgung in manchen Regionen. "Wenn eine medizinische Versorgung nicht für alle Menschen gewährleistet werden kann, egal wo sie leben, werden die Ärzte weiter die Vor- und Nachteile einer frühen Diagnose abwägen müssen." Frühere Erfahrungen haben laut Mathers gezeigt, dass einem Patienten eine Diagnose, die nicht zur Verbesserung seines Wohlergehens beiträgt, nicht aufgezwungen werden sollte.

Familie nicht für Pflege verantwortlich

Die Alzheimer's Society betonte, dass die Antworten der Ärzte großen Anlass zur Besorgnis gäben. Es bliebe zu oft an den Verwandten der Patienten hängen, die fehlende Unterstützung auszugleichen. Laut Jeremy Hughes, dem Vorsitzenden der Gesellschaft, können Menschen sehr viel Hilfe benötigen, um auch mit einer Demenz gut leben zu können. "Familien und Freunde können sehr viel Unterstützung beitragen. Ihnen darf jedoch nicht die ganze Belastung aufgehalst werden."

Autor: pressetext.com, Michaela Monschein, Stand: 06.07.2015

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