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GcMAF-Immuntherapie gegen Krebs

phil.cdc.gov (James Gathany) © phil.cdc.gov (James Gathany)

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland, jedoch schreitet die Forschung erfolgreich voran. Heute werden mehr als 50 Prozent der Krebspatienten geheilt, wobei die Krebsfrüherkennung immer noch eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Behandlung spielt. Neue Hoffnung gibt die GcMAF-Immuntherapie. Sie ist eine moderne Methode gegen Krebszellen und Tumore. Immuntherapien werden seit Generationen gegen Erkrankungen des Immunsystems eingesetzt. Die GcMAF-Immuntherapie gilt jedoch als wissenschaftlicher Durchbruch des Jahres 2013 im Kampf gegen den Krebs.

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Wie funktioniert die GcMAF-Immuntherapie?

Die Die GcMAF-Immuntherapie wird zur Behandlung von Krebs, Autismus, Aids und auch bei Immunerkrankungen eingesetzt. Bei der Krebstherapie werden körpereigene Substanzen zur Stärkung des Immunsystems genutzt. Dafür ist der Gc-Makrophagen-Aktivierungs-Faktor, kurz GcMAF, von Bedeutung. Dahinter verbirgt sich das natürliche Gc-Protein, das normalerweise in der Leber produziert wird. Es sendet wichtige Signale an die Makrophagen, die den Körper nach Krebszellen, Infektionen und Fremdkörpern absuchen und diese zerstören. Bei immunerkrankten Patienten funktioniert dieser eigentlich natürliche Prozess nur eingeschränkt. Krebspatienten werden im Rahmen der Immuntherapie mit dem GcMAF-Botenstoff versorgt, wodurch der körpereigene Heilungsprozess wieder aktiviert und das Immunsystem gestärkt wird. Während der Therapie-Erprobung konnte nachgewiesen werden, dass die Makrophagen nach Verabreichung des Botenstoffs gezielt auf die erkrankten Bereiche des Körpers eingehen. Den Forschungen zufolge wird dem Krebs damit bestmöglich entgegengewirkt. Zudem kann die Therapie nicht nur bei einer akuten Erkrankung, sondern auch zur Vorbeugung einer schwerwiegenden Krankheit angewendet werden. Mehr Informationen über die aktuellen Neuentwicklungen der Methode finden Ärzte und Patienten auf der Seite der GcMAF-Immuntherapie.

Wie erfolgt die Therapie?

Der GcMAF-Botenstoff wird dem Patienten durch intravenöse Injektionen verabreicht. Dadurch kann das Immunsystem auf direktem Weg erreicht werden. Die Darreichung durch Lutschpastillen oder die Medikation in Form von Tabletten ist bisher nicht möglich, da der Verdauungsvorgang die Wirksamkeit des Stoffes schwächt oder ganz aufhebt. Die Anzahl der Injektionen sowie die Höhe der Dosis werden im Rahmen der GcMAF-Therapie für jeden Patienten individuell ermittelt. Bei bisherigen Behandlungen zeigte sich die Anwendung von 10 Injektionen über einen Zeitraum von 5 Wochen als am effektivsten.

Was steckt hinter der Immuntherapie

Ihren Durchbruch erhzielte die GcMAF-Therapiemethode erst in den vergangenen Jahren, die Forschungsgrundlagen wurden jedoch schon vor Jahrzehnten gelegt. Die bahnbrechende Entwicklung und Forschung betrieben James P. Allison und Carl H. June. Wissenschaftler und Immunologe James P. Allison ist bereits als Pionier der sogenannten Checkpoint-Hemmung bekannt, die bei der Behandlung fortgeschrittener Melanome eine bedeutende Rolle spielt. Carl H. June, Professor für Immuntherapie in Philadelphia, entwickelte die sogenannte CART-19-Therapie zur Behandlung von Leukämie. Im März dieses Jahres wurden die beiden US-amerikanischen Forscher mit der höchsten deutschen Auszeichnung im medizinischen Bereich, dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2015, ausgezeichnet. 

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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