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6.000 Kalorien pro Tag führen zu Insulinresistenz

pixelio.de / kfm © pixelio.de / kfm

Isst ein Mensch zweieinhalb Mal so viel wie er sollte, führt das nicht nur zu Übergewicht, sondern macht auch anfälliger für Typ-2-Diabetes. Wissenschaftler der Temple University http://temple.edu/ haben Freiwillige dazu eingeladen, rund 6.000 Kalorien pro Tag zu sich zu nehmen. Guenther Boden und Salim Merali fanden tatsächlich Hinweise auf mögliche Ursachen für eine Erkrankung.

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Test mit zweieinhalbfacher Menge

Fettleibigkeit ist nur ein Problem, dass durch zu viel Essen verursacht wird. Damit steigt das Risiko von Diabetes, Herzleiden und einigen Krebserkrankungen. Die Ursachen für diesen Konnex sind bis jetzt jedoch noch immer nicht geklärt. Die Resistenz gegen das Hormon Insulin scheint dabei eine Rolle zu spielen.

Nimmt ein gesunder Mensch eine Mahlzeit zu sich, steigt der Wert des Blutzuckers an, der Körper reagiert durch eine vermehrte Produktion von Insulin. Das Hormon regt den Körper seinerseits dazu an, die nicht benötigte Glukose zu speichern. Menschen, bei denen es zu einer Resistenz gegen Insulin kommt, sind jedoch nicht in der Lage, die überschüssige Glukose auf die gleiche Art und Weise zu verarbeiten.

Boden und Merali wollten mit der aktuellen Studie herausfinden, wie übermäßiges Essen zu einer Insulinresistenz führen kann. Sechs gesunde Freiwillige erhielten eine Woche lang täglich Lebensmittel, die rund 6.000 Kalorien enthielten. Das entspricht in etwa der zweieinhalbfachen Menge dessen, was die Männer zu sich nehmen sollten. Laut Merali standen wie so häufig in den USA Pizza und Hamburger auf dem Tisch.

Gewichtszunahme um 3,5 Kilogramm

Laut Boden mochten die Männer diese Art von Ernährung. 6.000 Kalorien klängen zwar viel, entsprächen aber dem, was Sportler während des Trainings zu sich nehmen würden. Wie erwartet, begannen die Studienteilnehmer zuzunehmen. Am Ende der Woche wogen sie durchschnittlich 3,5 Kilogramm mehr. Alle entwickelten innerhalb von zwei Tagen eine Resistenz gegen Insulin. Laut Definition erkrankten sie daher alle auch an Diabetes.

Tägliche Urintests zeigten, dass die Freiwilligen im Verlauf der Woche immer mehr oxidierte Lipidverbindungen ausschieden. Sie gelten als Marker für oxidativen Stress im Körper. Biopsien des Fettgewebes bestätigten diesen ersten Befund. Dabei scheint es sich laut Boden um den Beginn jenes Vorgangs zu handeln, der zu einer Insulinresistenz führt.

Damit liegt nahe, dass der durch übermäßiges Essen verursachte oxidative Stress die Regulierung des Blutzuckers beeinträchtigt. Verantwortlich dafür dürften Veränderungen in der Struktur eines Proteins sein, das normalerweise dafür zuständig ist, dass die Glukose aus dem Blut entfernt wird. Das Insulin schickt die gleiche Botschaft. Laut dem Wissenschaftler wird die Glukose aber nicht aus dem Blut abtransportiert. Damit ist eine völlig neue Erklärung dafür gefunden, wie übermäßiges Essen zu einer Insulinresistenz führen kann.

Autor: pressetext.com, 11.09.2015, Michaela Monschein

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