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Mittel gegen unerwünschten Haarwuchs: Eflornithin

shutterstock.com / Olena Yakobchuk © shutterstock.com / Olena Yakobchuk

Rund fünf bis zehn Prozent aller Frauen leiden unter Haarwuchs in Gesicht und Dekolleté. Der so genannte Hirsutismus schränkt die Lebensqualität der Betroffenen mitunter erheblich ein.
 Ständiges Rasieren, Zupfen oder Epilieren hilft nur kurzzeitig und ist sogar kontraproduktiv, da
 der Haarwuchs zusätzlich befördert wird. Besserung verspricht die regelmäßige Anwendung von Eflornithin. Als Creme aufgetragen hemmt der Wirkstoff das Haarwachstum. Doch wie erfolgreich ist eine Behandlung?

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Hirsutismus und die Ursachen

Hirsutismus bezeichnet den verstärkten Haarwuchs an Stellen des weiblichen Körpers, wo er eigentlich nur bei Männern auftritt. Betroffen sind beispielsweise Oberlippe, Kinn, Schultern,
Brust und innere Oberschenkel. Aus unauffälligem Vellushaar, das den größten Teil des menschlichen Körpers bedeckt, wird pigmentiertes und kräftigeres Terminalhaar. Verantwortlich
 dafür sind Androgene, männliche Sexualhormone, die gering konzentriert auch bei Frauen vorhanden sind – man spricht hier von idiopathischem Hirsutismus.

Das verstärkte Haarwachstum kann zeitlebens jede zweite bis dritte Frau zeitweilig betreffen.
Oft geschieht dies in Phasen hormoneller Umstellungen, wie der Pubertät oder bei einer Schwangerschaft. Typische Ursache für Hirsutismus ist ein erhöhter Androgenspiegel aufgrund hormoneller Störungen. Diese können durch Erkrankungen der Eierstöcke, der Hypophyse oder der Nebennieren ausgelöst werden. So treten bei 70 bis 80 Prozent der betroffenen Frauen Zysten an den Eierstöcken auf.

Eine weitere mögliche Ursache ist in seltenen Fällen ein Androgen-erzeugender Tumor. Zudem kann eine erhöhte Sensibilität der Haarwurzeln für die männlichen Hormone
 vorliegen. In 10 bis 15 Prozent der Fälle ist die Ursache für verstärktes Haarwachstum nicht
 eindeutig identifizierbar.

Verlangsamtes Haarwachstum durch Eflornithin

Seit 2004 wird der Wirkstoff Eflornithin als Crème mit dem Namen Vaniqa in Deutschland angeboten. Der verschreibungspflichtige Wirkstoff wurde ursprünglich zur Bekämpfung von Erregern der Schlafkrankheit entwickelt, stellt aber auch eine probate Arznei gegen Hirsutismus dar - in den Haarwurzeln hemmt das Mittel die Produktion eines Enzyms, das für den Haarwuchs verantwortlich ist.

Die Creme dient demnach nicht zur Haarentfernung, sondern verlangsamt die Entstehung von neuem Terminalhaar oder unterdrückt diese im besten Fall vollständig. Die Anwendung erfolgt zweimal
 täglich auf gereinigter Haut im Abstand von 8 Stunden. Erste Erfolge zeichnen sich bereits nach 6
 bis 8 Wochen ab: An den betroffenen Stellen bildet sich vermehrt das dünnere und weniger
auffällige Vellushaar. Die Anzahl der unerwünschten Terminalhaare wird deutlich reduziert.

Zu bedenken ist immer, dass die Creme eine kosmetische Maßnahme darstellt und die Ursachen des Hirsutismus nicht heilt. Wird die Anwendung nicht fortgeführt, stellt sich der Effekt schnell
 wieder ein. Die Kosten für eine Tube mögen zunächst hoch erscheinen. Da jedoch nur dünne Schichten benötigt werden, hält der Inhalt über einen Zeitraum von 2 bis 4 Monaten.

Verträglichkeit der Creme

Vaniqa kann unabhängig von Hauttyp, Hautton und Haarfarbe angewandt werden. Die Creme ist gegen den verstärkten Haarwuchs im Bereich des Gesichts ausgelegt. Valide Daten über den Erfolg auf anderen Hautpartien existieren aktuell nicht.

Anwenderinnen vertragen die Behandlung überwiegend gut. 
Selten treten Nebenwirkungen, wie Akne oder rötliche Verfärbungen, auf. Wenn die Haut zu stark beansprucht wird, sollte dies mit dem Arzt besprochen werden. Eventuell hilft es, die Creme dann nur 
noch einmal täglich aufzutragen.

Wie bei allen Arzneimitteln gilt auch für Eflornithin, dass die 
verordnete Menge nicht überschritten werden darf. Die Wirkung wird dadurch keineswegs verbessert.
 Die Creme sollte nicht auf gereizte oder verletzte Haut aufgebracht werden.

Ungeeignet ist Vaniqa
für schwangere Frauen, während der Stillzeit und für Mädchen unter 12 Jahren. Weiterhin sollte
 eine allergische Reaktion auf den Wirkstoff ausgeschlossen werden. Bei der Einnahme zusätzlicher Medikamente sind Wechselwirkungen und Verträglichkeit durch den Arzt zu prüfen.

Vaniqa als erfolgreiche Lösung?


Frauen, die unter verstärktem und unerwünschtem Haarwuchs leiden, sollten zunächst ihren Arzt konsultieren. Hirsutismus ist in vielen Fällen Ausdruck einer Stoffwechselstörung, deren Ursache fundiert geklärt werden muss. Für die kosmetische Behandlung stellt die Vaniqa Creme mit dem enthaltenen Wirkstoff Eflornithin eine vielversprechende Lösung dar. Bei 73 % von 1800 untersuchten Patientinnen führte die Anwendung nach 6 Monaten zu einer deutlichen Reduzierung oder gar vollständigen Entfernung der Gesichtsbehaarung.

Links: http://www.meds4all.com/de/hirsutismus/vaniqa/

Autor: Wissen - Gesundheit - Redaktion

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