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Schizophrenie: Symptome von Anatomie abhängig

pixelio.de / Rike © pixelio.de / Rike

Einen Zusammenhang zwischen den Symptomen einer Schizophrenie und den anatomischen Charakteristiken des Gehirns haben Wissenschaftler der Universidad de Granada http://www.ugr.es , der Washington University http://wustl.edu/ und der University of South Florida http://usf.edu/ mittels Magnetresonanztomographie hergestellt.

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Unorganisiertes Verhalten

Durch die Analyse der Anatomie des Gehirns konnten die Forscher das Vorhandensein von klar unterscheidbaren Untergruppen bei Patienten mit Schizophrenie nachweisen, die unter unterschiedlichen Symptomen leiden. Mittels Diffusions-Tensor-Bildgebung wurden 36 gesunde Studienteilnehmer und 47 Patienten mit Schizophrenie untersucht.

Die Ergebnisse bei den Personen mit Schizophrenie zeigen, dass sie über verschiedene Anomalien in bestimmten Bereichen des Corpus Callosum verfügen. Dieses Bündel aus Nervenfasern verbindet die rechte und die linke Gehirnhälfte und wird für die Kommunikation zwischen diesen beiden Bereichen als entscheidend angesehen.

Als die Experten Anomalien im gesamten Corpus Callosum entdeckten, stellte sich heraus, dass bestimmte charakteristische Merkmale der Gehirn-Scans mit bestimmten Symptomen der Krankheit übereinstimmten. Patienten mit spezifischen Merkmalen in einem Bereich des Corpus Callosum wiesen zum Beispiel ein eigenartiges und unorganisiertes Verhalten auf. Bei anderen Teilnehmern entsprachen die gefundenen Anomalien spezifischen Symptomen.

Nicht nur eine Krankheit

2014 hatten die Wissenschaftler bereits nachgewiesen, dass es sich bei Schizophrenie nicht um eine einzelne Krankheit handelt. Sie wiesen acht genetisch verschiedenartige Krankheiten nach, die je über eigene Symptome verfügen. Bestimmte Gene standen in engem Zusammenhang mit verschiedenen klinischen Symptomen. Laut Forscher Igor Zwir liefert die Studie weitere Beweise dafür, dass es sich bei Schizophrenie um eine heterogene Gruppe von Krankheiten handelt.

Laut den Medizinern wird in Zukunft die Analyse spezifischer Gene und ihr Zusammenhang mit bestimmen Gehirnmerkmalen und individuellen Symptomen von entscheidender Bedeutung sein. Damit soll sichergestellt werden, dass die Behandlung an die jeweilige Erkrankung eines Patienten angepasst wird. Derzeit wird Schizophrenie meist ohne Berücksichtigung der individuellen Symptome eines Patienten behandelt.

Für die Analyse der Gengruppen und der Gehinscans entwickelten die Wissenschaftler ein neues und komplexes Verfahren zur Analyse der Beziehung zwischen den verschiedenen Arten von Daten und für Empfehlungen in Hinblick auf neue Daten. Dieses Verfahren verfügt über eine Ähnlichkeit zu denen, die Unternehmen wie Netflix einsetzen, um festzulegen, welche Filme gezeigt werden sollen.

Es wird betont, dass die Studie nicht von der Untersuchung von Menschen mit Schizophrenie-Symptomen ausging, um festzustellen, ob sie auch über die entsprechenden Anomalien im Gehirn verfügten. "Wir haben zuerst die Daten analysiert und so dann diese Muster entdeckt." Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin "NeuroImage" http://journals.elsevier.com/neuroimage veröffentlicht.

Autor: pressetext.com, 01.02.2016, Michaela Monschein

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