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Stationäre Behandlung für psychosomatische Krankheiten

sapphire_penguin / pixabay.de © sapphire_penguin / pixabay.de

Chronische Schmerzen, die keine Ursache zu haben scheinen, sind das Paradebeispiel für psychosomatische Störungen. Oft suchen Betroffene jahrelang nach einem Arzt, der endlich den Auslöser für die ständig wiederkehrenden Beschwerden entdeckt — bis sie schließlich erfahren, dass ihr Leiden psychologische Gründe haben könnte. Mit der richtigen Therapie gelingt es den meisten Menschen dann, diese Probleme aufzudecken und sich so dauerhaft von ihren körperlichen Symptomen zu befreien.

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Psychosomatische Krankheiten: alles andere als Einbildung

Die Psychosomatik beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen geistigen und körperlichen Beschwerden. Bei psychosomatischen Krankheiten zeigt der Körper oft Symptome, die sich trotz gründlicher Untersuchung nicht auf organische Probleme zurückführen lassen. Das können die unterschiedlichsten Störungen sein: Schmerzen, Kreislaufprobleme, Schlaflosigkeit, Tinnitus, Atembeschwerden, chronische Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden oder nervöse Ticks sind nur einige Beispiele. Über die genauen Ursachen rätselt die Wissenschaft teilweise noch immer. Doch was inzwischen sehr gut erforscht ist, sind die Zusammenhänge zwischen der psychischen Verfassung eines Patienten und dem Verlauf von Krankheiten. Patienten, denen es mental gut geht, durchleben häufig weniger ausgeprägte Symptome und genesen schneller.

Dass zwischen körperlicher und seelischer Verfassung ein enger Zusammenhang besteht, lässt sich sogar oft im Alltag beobachten. Ein gutes Beispiel ist Prüfungsangst: Manche Betroffene bekommen es angesichts einer solch stressigen Situation plötzlich mit Übelkeit, Durchfall, Schlafstörungen oder Kreislaufproblemen zu tun. Körperlich gibt es keine Ursache für diese Symptome — sie werden allein durch die hohe psychische Belastung hervorgerufen. Beeinflussen psychische oder soziale Belastungen das Leben eines Menschen über längere Zeit negativ, kann das sogar zu ernsten psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Essstörungen, Zwangsverhalten, oder Angststörungen führen. Grundlose körperliche Beschwerden können in vielen Fällen ein erstes Warnsignal sein und sollten deshalb nicht vorschnell als Einbildung abgetan werden, wenn sich partout kein organischer Auslöser finden lässt.

Stationäre Behandlung

Stationär können diese Erkrankungen in spezialisierten Kliniken behandelt werden. Behandelt wird mit einer individuell auf den Patienten abgestimmten Kombination aus Psychotherapie, Bewegung, Medikamenten, Entspannungsübungen sowie verschiedenen künstlerischen Verfahren. Ob eine stationäre Behandlung in der Klinik von der Krankenkasse unterstützt oder sogar komplett finanziert wird, entscheidet sich im Einzelfall.

Grundsätzlich ist es natürlich auch möglich, psychosomatische Krankheiten ambulant oder in einer Tagesklinik zu behandeln. So passt die Therapie für viele Menschen besser in den Alltag, weil sich längere Ausfallzeiten in der Regel vollständig vermeiden lassen. Für Schüler und Studenten wäre es zum Beispiel oft eine unnötig große Belastung, wenn sie den durch eine mehrwöchige Behandlung verpassten Lehrstoff neben dem eigentlichen Pensum nacharbeiten müssten.

Die Therapie stationär in einer Klinik für Psychosomatik durchzuführen, also ohne zwischenzeitlichen Aufenthalt zu Hause, sorgt in vielen Fällen jedoch für schnellere Erfolge. Die Patienten können ihrem Alltag — und damit häufig auch einem großen Teil ihrer Sorgen — entkommen und sich vollständig auf ihre Genesung konzentrieren. Vor allem dann, wenn die Beschwerden durch täglich wiederkehrende Situationen wie zu großen Leistungsdruck oder Konflikte im Privatleben verschlimmert oder gar verursacht werden, kann die stationäre Behandlung in einer Klinik oft überhaupt erst ein sicheres Umfeld für eine Therapie schaffen. Fernab der Routine lassen sich gewohnte Umstände in einem neuen Licht betrachten. Mögliche Ursachen für psychosomatische Erkrankungen können so sogar leichter identifiziert werden.

Autor: Wissen-Gesundheit-Redaktion

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