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Diagnose Herzneurose – was dahinter stecken kann

artefacti / shutterstock.com © artefacti / shutterstock.com

Herzrasen, Stiche oder ein Ziehen in der Brust – nicht immer müssen diese Symptome auf einen Herzinfarkt hindeuten. Wenn ein Kardiologe keine körperlichen Ursachen feststellen kann, sind die Ursachen oft psychischer Natur. Mediziner sprechen dann von einer sogenannten Herzneurose oder Kardiophobie. Bevor die Angststörung das Leben der Betroffenen dominiert, sollten selbige den Ursachen auf den Grund gehen und sich ggf. in Behandlung begeben.

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Angst gehört zum Leben dazu und jeder Mensch hat seine eigene Art, mit ihr umzugehen. In unserem Alltag werden wir häufig mit Situationen konfrontiert, die Ängste auslösen können. Finanzielle oder berufliche Probleme, Prüfungen oder Flugreisen sind nur einige davon. Manche Menschen empfinden jedoch Situationen oder Dinge bedrohlich, von denen objektiv keine Gefahr ausgeht. Der Übergang von normaler zu krankhafter Angst ist mitunter fließend.

Zusammenspiel von psychischen und physischen Symptomen

Wenn wir Angst haben, kontrolliert die Psyche oft den Körper: Patienten mit Herzneurosen leiden bspw. unter Schwindel, Herzrasen und Panikattacken. Nicht selten geraten Betroffene so in einen Teufelskreis aus Angst und körperlichen Symptomen, aus dem sie alleine nicht mehr ausbrechen können. Dass man sprichwörtlich nach einer Trennung von "Herzschmerz" spricht, kommt nicht von ungefähr: Eine Scheidung oder starker Liebeskummer im Teenageralter kann sich durchaus körperlich äußern. "Das Herz ist ein sehr emotionales Organ, das auf Stress und Hormonschwankungen reagiert", erklärt Jürgen Schäfer, Kardiologe von der Universität Marburg. "Wenn jemand sagt, ihm tue das Herz weh, weil der Partner ihn verlassen hat, dann stimmt das wahrscheinlich auch im wörtlichen Sinne."

Ursachen auf den Grund gehen

Für eine Herzneurose gibt es keine körperliche Ursache. Sie entsteht in den meisten Fällen durch unbewusste Ängste der Betroffenen. Auslöser können neben einer Trennung auch der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Tod eines geliebten Menschen sein. Das wiederum kann sich u.a. in Symptomen äußern, die eigentlich typisch für Schlaganfälle oder Herzinfarkte sind. Dazu zählen etwa Herzrasen oder ein Ziehen im linken Arm. Die vermeintliche Herzerkrankung lenkt die Betroffenen jedoch lediglich von ihren eigentlichen Ängsten ab. Damit ist die Kardiophobie psychologisch betrachtet eine Form der Projektion und eine Art Abwehrmechanismus: Innere Konflikte werden auf ein anderes Ziel übertragen – in diesem Fall auf das Herz. Sobald medizinische Ursachen für die Symptome ausgeschlossen sind, sollten sich die Betroffenen um ihre Seele kümmern, um dem Kummer nicht zu viel Raum im Alltag zu lassen.

Hilfe suchen

Nach einer Trennung leiden die meisten Menschen ebenso stark wie nach dem Verlust eines Menschen. Das einfachste ist in diesem Fall, sich seinen Liebeskummer von der Seele zu reden und sich Hilfe bei Experten zu suchen. Vielen fällt es zwar schwer, mit Fremden über seelische Probleme zu sprechen. Mit Freunden oder seiner Familie über die Probleme zu reden, kann anfangs aufbauend sein, ist auf Dauer aber auch für die anderen Personen belastend. Ratsamer ist es, sich nach einer Trennung an professionelle Lebensberater zu wenden, etwa an die Mental-Coaching-Experten von Viversum. Diese schenken Menschen in schwierigen Lebensphasen ein offenes Ohr, erforschen mit ihnen die Ursachen ihrer Probleme und versuchen, ihnen den Neuanfang nach einer Trennung erleichtern.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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