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Wirkung und Anwendungsbereiche einer Rotlichtlampe

music4life (CCO-Lizenz) / pixabay.com © music4life (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Schmerzen sind ein weit verbreitetes Übel in modernen Gesellschaften. Oft werden sie ausgelöst durch zu wenig Bewegung und einseitige Belastung – vor allem bei Menschen, die viel vor dem Bildschirm sitzen.  Glücklicherweise gibt es zusätzlich zum Arztbesuch, zu Spritzen und Medikamenten Möglichkeiten, selbst etwas gegen die Beschwerden zu tun.

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Dazu gehört der Einsatz einer Rotlichtlampe. Eine solche wird mittlerweile in vielen Arztpraxen verwendet. Sie lässt sich aber auch in den eigenen vier Wänden einsetzen und sorgt in vielen Fällen für spürbare Verbesserungen. Doch was ist eigentlich das Besondere an Rotlicht und worin besteht seine heilende Wirkung? Und worauf sollte man beim Kauf und Gebrauch einer Rotlichtlampe achten?

Rotlicht – Besonderheiten

Das Besondere am sogenannten Rotlicht ist weniger, dass dieses rot ist. Im Gegenteil: Die rote Farbe, die man beim Einsatz einer Rotlichtlampe wahrnimmt, stammt nicht vom Licht, sondern von der Beschichtung der Lampe. Dadurch erkennen Nutzer, ob diese angeschaltet ist. Rotlicht selbst zeichnet sich durch andere Merkmale aus:

  • Es strahlt im Infrarotbereich, weshalb die betreffenden Lampen auch Infrarotlampen heißen.
  • Dieser ist zwischen den für das Auge unsichtbaren Mikrowellen, die bei einer Wellenlänge von 1 mm beginnen, und sichtbarem Licht (340 – 780 nm) angesiedelt.
  • Rotlicht ist langwellig und schwingt mit niedriger Frequenz, eine Eigenheit, die vom menschlichen Organismus als Wärme wahrgenommen wird.

Infrarotstrahlung lässt sich abhängig von der Wellenlänge in unterschiedliche Gruppen einteilen

  • 780 – 1400 nm: Infrarot A (IR-A)
  • 1400 – 3000 nm: Infrarot B (IR-B)
  • 3000 nm – 1mm Infrarot C (IR-C)

Dabei gilt: Je kürzer die Wellenlänge von Rotlicht ausfällt, desto tiefer dringt die Strahlung in die Haut ein. Deshalb spricht man in Zusammenhang mit Rotlicht auch von Tiefenwärme. Infrarotlampen arbeiten – ebenso wie Strahler in Infrarotkabinen – in aller Regel mit IR-A-Strahlung. Diese gelangt etwa 5 – 6 mm in die menschliche Haut. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Wärmerezeptoren, die sich in den oberen Hautschichten befinden, weniger stark erregt werden. So kommt es nicht so schnell zu einem Hitzeschmerz und es ist eine deutlich höhere Bestrahlungsintensität möglich, als dies zum Beispiel bei IR-B der Fall wäre.

Wie kann eine Rotlichtlampe medizinisch helfen?

Der medizinische Einsatz von Rotlichtlampen beruht auf der wohltuenden Wirkung von Wärme auf den menschlichen Körper. Wie die Pharmazeutische Zeitung ausführt, haben Infrarotanwendungen eine Reihe von positiven Auswirkungen. Dazu gehören die folgenden:

  • Die Wärme entspannt Muskeln und Gelenke.
  • Sie führt zu einer verbesserten Blutzirkulation. Dies hat unter anderem eine hohe Zufuhr von Sauerstoff und einen besseren Abtransport von Kohlendioxid zur Folge.
  • Die Übertragung von Schmerzsignalen wird gesenkt.

Die Anwendung von Rotlichtlampen hat außerdem den Vorteil, dass sie sich für den Betroffenen angenehm anfühlt. Allein das kann ungesundem Stress entgegenwirken.

Als typische Anwendungsbereiche für Infrarotlampen gelten die folgenden Beschwerden:

  • Muskelschmerzen (akute und chronische)
  • Durchblutungsstörungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Chronische Bronchitis und Sinusitis
  • Dermatologische Erkrankungen

Unumstritten ist die Wirksamkeit von Rotlichtlampen nicht. So weisen Medienberichte darauf hin, dass es bislang keine fundierten Beweise für die Wirksamkeit von Infrarotlampen gibt. Bei manchen Beschwerden ist sogar davon abzuraten. Dazu gehören akute Mittelohrentzündungen. Hier ist eine Verschlechterung der Beschwerden durch den Einsatz von Rotlicht möglich.

Bei Verspannungen hingegen kommt es auf die betroffenen Personenan. Experten sind zwar der Meinung, dass Wärme in diesem Fall meistens einen positiven Effekt hat, allerdings gilt das nicht für jeden. Manche Menschen reagieren besser auf Kälte und ziehen Eiswürfel einer Infrarotlampe vor. Auch hier gibt es außerdem Fälle, in denen von einer Wärmetherapie generell abzuraten ist. Das gilt dann, wenn Entzündungen die Ursache der Beschwerden sind.

Übrigens: Wer Rotlicht gegen Rückenschmerzen einsetzt, sollte im Kopf behalten, dass er die Ursache der Schmerzen damit nicht in den Griff bekommt. Eine Wärmetherapie ist keine Alternative zu mehr Bewegung im Alltag.

Was sollte eine Rotlichtlampe für zu Hause können?

Rotlichtlampen gibt es in verschiedenen Ausführungen und unterschiedlichen Preisklassen. Dabei gilt: Auch günstige Geräte können bereits alle wichtigen Anforderungen im jeweiligen Fall erfüllen. Die wichtigsten Unterscheidungskriterien für Infrarotlampen sind die folgenden:

  • Leistung: Rotlichtlampen mit einer höheren Leistung, also mehr Watt, entwickeln mehr Wärme. In manchen Fällen sind 100 Watt aber bereits vollkommen ausreichend. Dies zeigt auch der Test auf rotlichtlampe.info.
  • Rundstrahler oder Flächenstrahler: Je nachdem, ob der zu behandelnde Bereich klein ist, oder ob es sich um eine größere Fläche handelt, kommt ein Rundstrahler oder ein Flächenstrahler infrage.
  • Funktionen: Ganz einfache Infrarotlampen werden einfach ein- und ausgesteckt. Etwas teurere Modelle sind mit einem Ein- und Ausschalter und weiteren Funktionen wie einem Timer ausgerüstet.
  • Austauschbarkeit der Lampe: Irgendwann gibt jedes Leuchtmittel den Geist auf. Lässt es sich dann nicht austauschen, ist die Rotlichtlampe nutzlos.
  • Verstellbarkeit: Je mehr Verstellmöglichkeiten eine Lampe bietet, desto mehr Möglichkeiten haben Nutzer, bei der Anwendung unterschiedliche Positionen einzunehmen.
  • Stabilität: Eine hochwertige Verarbeitung macht sich spätestens dann bemerkbar, wenn die Lampe einmal umfällt.

Manche Unterscheidungsmerkmale sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Dazu gehört die Lebensdauer einer Lampe. Hier lohnt es sich, auf Bewertungen anderer Nutzer zurückzugreifen.


Neben Massagen wirken auch Rotlichtlampen entspannend auf Menschen - das rote Licht wird allgemein als warm empfunden.  (© rhythmuswege (CCO-Lizenz) / pixabay.com )

 Die richtige Anwendung ist zentral

Wer sich dafür entscheidet, es einmal mit einer Rotlichtlampe auszuprobieren, muss sich nicht gleich ein besonders teures Modell kaufen. Es lohnt sich allerdings, auf ein Minimum an Qualität zu achten – auch aus Sicherheitsgründen. Bei sehr billigen Lampen kann es vorkommen, dass der Lampenschirm aufgrund der Hitze zu schmelzen beginnt.

Zudem sollte man den Anweisungen des Herstellers Folge leisten. Dazu gehört es, den empfohlenen Mindestabstand einzuhalten. Auch gibt es eine maximale Behandlungszeit, die Nutzer nicht überschreiten sollten. Auf Nummer sicher geht außerdem, wer vor dem Kauf einer Rotlichtlampe einen Arzt konsultiert. Dies ist allein deshalb sinnvoll, um abzuklären, ob die Beschwerden unter dem Strich keine ernste Ursache haben.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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