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Tinnitus? Vorsicht vor Fehldiagnose!

pixelio.de (sparkie) © pixelio.de (sparkie)

Der Gehörgang gilt als eines der empfindlichsten Organe, auf die sich der Mensch Tag ein, Tag aus verlassen muss. Doch viele Erkrankungen, die sich hier bemerkbar machen, sind nicht zwangsläufig die Folge von Komplikationen mit Ohrmuschel & Co.: Bei einem Tinnitus beispielsweise ist die Ursache nicht in den zahlreichen Wirrungen des Gehörgangs oder den einzelnen Feldern, sondern in dem Gehirn zu verorten. Dieses gilt schließlich als die Steuerzentrale des gesamten menschlichen Organismus. Sollte hier also ein „Fehler“ vorliegen, kann im Grunde genommen jeder Körperteil an „Funktionalität“ einbüßen. Wieso Menschen, die mit Tinnitus zu kämpfen haben, diese Krankheit überhaupt bekommen, ist übrigens immer noch nicht mit absoluter Gewissheit geklärt. Zumindest ist die moderne Medizin mittlerweile so weit, als dass klar gesagt werden darf, dass durchaus mehrere Faktoren diese nervenaufreibende Erkrankung hervorrufen können. So werden zum Beispiel ein übermäßiger Tabak- und Nikotingenuss, zugleich aber auch eine zu große psychische Belastung und zu guter Letzt ein gestörter Haushalt der Hirnflüssigkeit als mögliche Ursachen für die Entstehung von Tinnitus angesehen.

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Tinnitus oder kein Tinnitus?
Zuzüglich aller Komplikationen und Ungewissheiten einer genauen Diagnoseerstellung wird das Erkennen und Behandeln von Tinnitus noch durch die Tatsache, dass tinnitusähnliche Beschwerden häufig noch mit weiteren Komplikationen wie Schwindel und Erbrechen auftreten, erschwert. In solchen Fällen handelt es sich nämlich nicht um Tinnitus, sondern meist um Morbus Ménière. Hier ist ebenfalls keine konkrete Diagnose möglich, doch ein entscheidender Unterschied zum „normalen“ Tinnitus besteht darin, dass sich häufig Endolymphe in das Innenohr ergießen. Endolymphe liegen in den Innenohrkammern vor und sind für den Gleichgewichtssinn verantwortlich. Bereits eine Abnahme von wenigen Millimetern sorgt für schmerzhafte Anfälle, die im Laufe der Erkrankung an Dauer und Häufigkeit zunehmen. Auch eine Störung der feinen Härchen im Inneren des Gehörgangs sowie die falsche beziehungsweise übermäßige Einnahme von Medikamenten können diese Krankheit hervorrufen. Wichtig ist in diesem Fall, dass möglichst viele Lebensumstände möglichst schnell geändert werden, denn sollten die Anfälle, unter denen ein Morbus-Ménière-Patient leidet, weiter anhalten, droht ein totaler Hörverlust des betroffenen Ohres – bei Morbus Ménière ist im Gegenteil zum Tinnitus in der Regel nur ein Ohr betroffen.

Behandlung auf Umwegen
Die Behandlung von Tinnitus und Morbus Ménière ist gleichermaßen aufwendig und in vielen Fällen erfolglos. So wird zwar oft eine Teilbesserung, etwa durch das Tragen von Hörgeräten oder gar Implantaten erwirkt, doch auf ein völlig symptomfreies Leben dürfen nur wenige Patienten hoffen. Immerhin: Eine weitere mögliche Ursache von Morbus Ménière könnte in dem Wirken von Candida-Pilzen liegen. Und diese lassen sich durchaus behandeln! Da zudem Belastungen psychischer Natur wie etwa Depressionen die Krankheit hervorrufen können, sollte zudem nicht nur der HNO-Arzt oder gar Innenohr-Chirurg, sondern auch ein Therapeut aufgesucht werden. Alle Tinnitus-Patienten dürften Fortschritte in der akustischen sowie elektromagnetischen Pulsforschung aufhorchen lassen: Durch das Aussenden gezielter Impulse mittels eines kleinen Sensors, der an dem Hinterkopf des Betroffenen befestigt wird, kann der Überreizung durch akustische Signale beziehungsweise deren fehlerhafte Weiterleitung an das Gehirn immer präziser entgegengesteuert werden.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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