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Gesundheitsgefahren bei Kinderwagen? Das muss beachtet werden.

Pixabay (Antranias) © Pixabay (Antranias)

Wer Nachwuchs erwartet, bei dem ist die Vorfreude groß. Bei Vorbereitungen wie dem Aussuchen von Stramplern und dem Kinderwagen wächst diese noch. Doch beim Kauf des Kindergefährts sollten werdende Eltern einige Dinge berücksichtigen: Denn sonst drohen Gesundheitsgefahren.

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Gefährdung durch Schadstoffe vermeiden

Schon länger wird darüber diskutiert, dass die Stiftung Warentest giftige Chemikalien in Kinderwagen gefunden hat. Dazu gehören chemische und zum Teil krebserregende Inhaltsstoffe wie p-Aminoazobenzol, optische Aufheller, Flammschutzmittel, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Farbstoffe. Mit Weichmachern wie Phtalaten und Chlorparafinen sollen Kunststoffe leicht und weich gemacht werden, doch auch sie stellen eine Bedrohung für Menschen dar und wurden 2012 von der EU verboten. Sind solche bedenklichen Inhaltsstoffe in den Griffen, nehmen die Mütter sie darüber auf und geben sie dann über die Muttermilch an das Baby weiter. Doch bei manchen Kinderwagen wurden die Schadstoffe nicht nur in Griffen und im Verdeck, sondern auch im Hauptmaterial und den Textilien gefunden, die in direktem Hautkontakt zu den Kindern stehen.

Um sich und ihren Nachwuchs nicht zu gefährden, sollten die Eltern in spe also darauf aufpassen, Vehikel ohne diese giftigen Inhaltsstoffe zu kaufen: Sowohl das Material als auch die Liegefläche, das Verdeck, die Textilien, die Auflage und die Kunststoffe müssen frei von bedenklichen Stoffen sein. Der Preis ist dabei keinesfalls entscheidend: Auch in teuren Produkten wurden Schadstoffe nachgewiesen. Doch worauf haben die Erwachsenen zu achten? Zunächst können sie durch eine Initiative des Umweltbundesamts und des Bundes Informationen über Schadstoffe einholen. Daneben sollten sie Bewertungen von getesteten Produkten der Stiftung Warentest berücksichtigen. Um auf Nummer sicher zu gehen, können sie nach dem Kauf zudem einige Sicherheitsmaßnahmen ergreifen:

  • Alle abnehmbaren Textilien demontieren und gründlich waschen, um Schadstoffe zu entfernen
  • Aufpassen, dass das Kind die Teile des Wagens nicht mit dem Mund berühren kann
  • Mehrmals am Tag Hände waschen, um sich vor schädlichen Stoffen zu schützen
  • Das Innere des Vehikels mit einer Decke oder einem Bezug ausstatten
  • Einen Bezug über die Griffe streifen

 

Kinder brauchen Blickkontakt zur Mutter. Ein Modell wie dieses, bei dem sie in Fahrtrichtung blicken, kann emotionalen Stress auslösen. © Pixabay (markus53)


Angst und Stress durch ein geeignetes Modell unterbinden

Doch nicht nur körperliche Krankheiten können durch den falschen Kinderwagen auftreten. Es kann auch zu emotionalen Problemen kommen. Viele glauben, ein Modell, mit dem Kinder mehr von der Welt sehen und Eindrücke sammeln, wäre besonders geeignet. Doch das ist ein Irrtum: In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass das Baby während der Fahrt Blickkontakt zur Mutter oder zum Vater haben sollte. Denn gerade in den ersten zwei Jahren machen die Anregungen um sie herum ihnen manchmal Angst: Daher brauchen sie die Rückversicherung einer Vertrauensperson, wenn sie unterwegs sind. Diese bekommen sie durch Augenkontakt. Ohne diese Geborgenheit sind die Kinder emotional gestresst und schlafen schlechter ein: Während 52 Prozent der Kleinen mit Blickrichtung zu ihren Eltern im Kinderwagen schlafen, tun das nur 27 Prozent derjenigen mit Blick in Fahrtrichtung. Zudem hat sich gezeigt, dass die Kommunikation darunter leidet, wenn der Nachwuchs „falsch herum“ im Vehikel sitzt: Eltern reden dann nur halb so viel mit den Kleinen. Außerdem lachen diese dann seltener. Insgesamt wirkt sich ein Modell mit einer falschen Blickrichtung negativ auf die Entwicklung des Kindes aus. Daher sind Gefährte, in denen es vom Schiebenden wegschaut, nicht zu empfehlen. Während die Buggys meistens nur ein Sitzen in Fahrtrichtung ermöglichen, können bei verschiedenen Kinderwagen und Schwenkschiebern beide Blickrichtungen gewählt werden.

Lebensgefahr durch zusätzliche Sonnenabdeckungen umgehen

Gerade im Sommer können Kinderwagen für den Nachwuchs gefährlich sein: Auch wenn er von den Eltern gutgemeint ist, stellt ein Sonnenschutz durch ein Tuch oder eine Abdeckung eine Bedrohung für die Kleinen dar. Denn dadurch wird das Innere des Vehikels schnell um 15 Grad heißer. Erste Symptome für Hitzeschäden sind trockene Haut sowie Augen und spröde Lippen. Sind Kinder der Wärme länger ausgesetzt, kann das zu Atemnot bis hin zum Hitzetod führen. Um sie nicht in Gefahr zu bringen, sollten die Erwachsenen also lieber die Abdeckung weglassen und die Babys mit Sonnencreme und einem Sonnenhut schützen. 

Auf Gefahren wie Konstruktions- und Sicherheitsmängel achten

Selbst, wenn es selbstverständlich sein müsste: Nicht bei allen Kinderwagen können sich werdende Mamis und Papis auf eine sichere Konstruktion verlassen. Daher sollten sie aufpassen, dass das Fahrzeug für die Kleinsten über ein stabiles Untergestell, fest sitzende Räder, eine gute Federung, eine schnelle Lenkbarkeit, eine verlässliche Bremse und über eine Konstruktion, die spontanes Zusammenklappen verhindert, verfügt. Denn wenn das Gefährt während der Nutzung plötzlich ein Rad verliert, wird das Vehikel lebensgefährlich für den Nachwuchs. Auch Kleinteile und Bänder stellen eine Gesundheitsbedrohung dar: Es gibt diverse Modelle, bei denen durch Kleinteile, die sich von Babys leicht lösen lassen, Erstickungsgefahr besteht. So sind beispielsweise Bänder und größere Sicherheitsschlaufen, die Eltern beim Schieben ums Handgelenk tragen, eine Gefahrenquelle, weil sich Hände oder Köpfe darin verfangen können – im schlimmsten Fall droht sogar Strangulationsgefahr. Auch durch scharfe Kanten am Verdeck oder an der Wanne kann es zu Verletzungen kommen. Beim Verdeck ist darauf zu achten, dass es in jeder Stufe sicher einrastet, damit es nicht zu Quetschungen an den Babyhänden kommt.

Für Sitzkomfort im Kinderwagen sorgen

Wenn das Kind im Transportmittel falsch sitzt, kann das ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen. Daher sollten Eltern darauf achten, dass Babys in der Wanne in einer waagerechten Position liegen können. Buggys eignen sich also erst ab dem sechsten Monat. Manche Modelle sind zu schmal oder zu kurz und engen die Kleinsten ein. Wenn die Tragetasche schon nach vier bis fünf Monaten zu klein wird und Säuglinge in die Sitzeinheit des Wagens umziehen müssen, führt das zu unnatürlichen Bewegungsmustern, weil ihnen für das Sitzen noch die Muskulatur fehlt. Paare haben also darauf aufzupassen, dass die Sitze breit und lang genug sind, damit sich der Nachwuchs für längere Zeit darin wohlfühlt. Auch die Lehnen brauchen die richtige Höhe, und es sollten verstellbare Fußstützen vorhanden sein, weil es durch das Baumeln der Füße in der Luft zu Haltungsschäden kommen kann.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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