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Das Sicca Syndrom: eine ernstzunehmende Krankheit

Jörg Kleinschmidt  / pixelio.de © Jörg Kleinschmidt  / pixelio.de

Das Sicca Syndrom: eine ernstzunehmende Krankheit

Das Trockene Auge (Sicca Syndrom oder auch Keratokonjunktivitis sicca) ist eine Benetzungsstörung der Augenoberfläche, so dass in Folge das Auge nicht mehr ideal befeuchtet werden kann. Erstmals in den 1950ern beschrieben gilt das Krankheitsbild heutzutage als eine weltweit verbreitete Erkrankung. Ein Bericht der Augenklinik der Universität Bonn schätzt, dass ungefähr 20 % der Patienten, die zum Augenarzt gehen, unter dem Sicca Syndrom leiden. Betroffene leiden oftmals unter brennenden, geröteten, müden und geschwollenen Augen, haben ein Fremdkörpergefühl im Auge und sind sehr empfindlich gegenüber Tageslicht. Das Sicca Syndrom kann dabei zwei verschiedene Ursachen haben: wird eine zu geringe Tränenmenge sekretiert spricht man auch von einer hypovolämen Form, ist hingegen die Tränenflüssigkeit in ihrer Zusammensetzung verändert spricht man von einer hyperevaporativen Form.

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Die Tränenflüssigkeit: Schutz und Versorgung des Auges

Der Tränenfilm wird aus verschiedenen Drüsen produziert, besteht aus drei verschiedenen Schichten und benetzt Lidinnenseite, Bindehaut und Hornhaut. Die Oberfläche des Augapfels wird mittels Tränenflüssigkeit glatt und geschmeidig gehalten und ist somit unentbehrlich für eine gute Sehfunktion. Aber nicht nur das: ein gesunder Tränenfilm enthält keimtötende wirkende Substanzen und schützt somit nicht nur vor Fremdkörpern, sondern auch vor Infektionen des Auges. Weiterhin muss die durchsichtige Hornhaut, die selbst keine Blutgefäße besitzt, über die Tränenflüssigkeit mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Eine gesunde Zusammensetzung des Tränenfilms ist also essentiell für unbeschwertes Sehen.

Symptome des Sicca Syndroms

Meist sind die Auswirkungen von trockenen Augen sehr individuell bei den Betroffenen. Es gibt weitreichende Symptome, wobei die häufigsten trockene, brennende Augen sind. Oftmals treten zusätzlich ein Juckreiz und eine Rötung der Augen dazu auf. Einige Patienten klagen auch über ein Sandkorngefühl in den Augen, was zu permanentem Reiben und Kratzen führt. Weiterhin verbreitet sind auch Lidschwellungen und erhöhte Schleimabsonderungen, so dass die Lider morgens sehr verklebt sind. In schweren Fällen führt das Sicca Syndrom zu Sehstörungen und extremer Lichtempfindlichkeit. Auffällig ist auch, dass Patienten des Trockenen Auges oftmals eine Unverträglichkeit gegenüber Kontaktlinsen und Kosmetika zeigen und anfälliger für Infektionen sind.

Was sind die Ursachen für die Entstehung eines Trockenen Auges?

Die Tränenproduktion wird neurovegetativ gesteuert. Somit kann eine verminderte Produktion viele Ursachen haben. Auch beim gesunden Menschen gibt es erhebliche Tagesschwankungen in Menge und Zusammensetzung des Tränenfilms. So kennen viele die verminderte Tränenproduktion verursacht durch Müdigkeit. Weiterhin ist bekannt, dass mit zunehmendem Alter die Tränenproduktion abnimmt, so dass viele ältere Menschen vom Sicca Syndrom betroffen sind. Auch gibt es hormonelle Einflüsse, so dass Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Oftmals tritt das Sicca Syndrom als Begleiterkrankung von anderen Allgemeinerkrankungen auf, so zum Beispiel bei der Zuckerkrankheit, Schilddrüsenerkrankungen oder chronischem Rheumatismus. Auch haben einige Medikamente, wie zum Beispiel Psychopharmaka oder Schlafmittel, eine negative Auswirkung auf das Trockene Auge.

Sicca Syndrom: Was Sie selbst tun können

Neben den schon genannten Ursachen für eine verminderte Tränenproduktion, die man oftmals nicht selbst in der Hand hat, kennt man mittlerweile zahlreiche Umweltfaktoren, die einen negativen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Hierzu zählt das Rauchen, das Tragen von Kontaktlinsen, übermäßige Bildschirmarbeit oder Computerspielen sowie ständiger Luftzug (Klimaanlage, Heizung). Es gibt also einige Faktoren, die man als Patient selbst in der Hand hat, um den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Hier gibt es mehr Informationen zum Sicca Syndrom, Tipps und Tricks für den Alltag und Möglichkeiten der Therapie.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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