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Angst und Stress im Alltag begünstigen Reizdarm

Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Angst und Stress im Alltag begünstigen Reizdarm

2.000 Fernreisende befragt - Psychosomatische Beratung empfohlen

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Stress und Angstleiden begünstigen die Entstehung eines Reizdarms. Zu diesem Ergebnis kommt eine deutsch-amerikanische Studie unter Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) http://dgpm.de/. Die Experten raten Betroffenen daher auch eine psychosomatische Beratung in Betracht zu ziehen. Für die Erhebung wurden knapp 2.000 Fernreisende befragt.

Obacht bei Entzündungen

"Zel der Studie war es, die individuelle Einwirkung psychologischer und demografischer Faktoren wie Alter und Geschlecht, körperlicher Symptome, sowie von Magen- und Darm-Infektionen auf die Entwicklung des Reizdarmsyndroms zu untersuchen. Insbesondere wurde die Hypothese überprüft, inwieweit psychologische Faktoren wie Ängste oder Stress vorhersagen können, ob ein Reizdarmsyndrom neuentsteht und wie es sich entwickelt", so Studienleiter Bernd Löwe, der als Chefarzt in Hamburg arbeitet.

Sowohl das Geschlecht, als auch die Anfälligkeit für Durchfallerkrankungen, aber ebenfalls Stress und seelische Belastungen wie übermäßige Ängste spielen eine Rolle für die Entstehung eines Reizdarmsyndroms. Eine akute Infektion des Magen- und Darmtrakts löst dann in vielen Fällen den Beginn des Reizdarmsyndroms aus. Erhöht wird das Risiko einer Erkrankung durch die Wechselwirkung dieser Faktoren. Zudem waren Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Auch bei Menschen, die zu Durchfall unter Stress neigten sowie unter Angststörungen litten, trat das Reizdarmsyndrom eher auf.

Seelische Verfassung beachten

"Die Studie zeigt, dass Psyche und körperliche Beschwerden eng zusammenhängen", so Harald Gündel, Ärztlicher Direktor der Abteilung für Psychosomatik des Universitätsklinikums Ulm und DGPM-Sprecher. "Für die Betroffenen geht das Reizdarmsyndrom mit einem hohen Leidensdruck einher. Um eine schnelle, ganzheitliche und nachhaltige Hilfe gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass die Betroffenen neben körperlichen eben auch seelische Ursachen in Betracht ziehen und sich frühzeitig psychologische Beratung suchen."

Das gelte insbesondere dann, wenn das Reizdarmsyndrom beispielsweise während oder nach einer seelisch belastenden oder stressigen Lebensphase, oder im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen auftritt. Ist eine unterstützende psychotherapeutische Behandlung zur Behandlung des Reizdarmsyndroms angebracht, lernen die Patienten dort beispielsweise, mit möglichen Stressoren wie belastenden inneren oder äußeren Einflüssen umzugehen, diese zu bekämpfen und dadurch gezielt die Ursachen des Reizdarmsyndroms einzudämmen.

Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion

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