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Neuer Ansatz unterdrückt Epilepsie-Anfälle effizient

Dieter Schütz/pixelio.de © Dieter Schütz/pixelio.de

Detaillierte Testsreihen mit Fruchtfliegen bei DOOR-Syndrom erfolgreich

Das Erhöhen der Konzentration von bestimmten Fetten im Gehirn könnte laut einer Studie des Flanders Interuniversity Institute for Biotechnology http://vib.be/ epileptische Anfälle unterdrücken. Für dieses Projekt haben die beiden Wissenschaftler Patrik Verstreken und Wim Versées eng zusammengearbeitet.

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"Skywalker"-Protein im Blick

Verstreken hatte bei früheren Studien mit Fruchtfliegen bereits nachgewiesen, dass ein Protein mit der Bezeichnung "Skywalker" eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Kommunikation zwischen den Gehirnzellen spielt. Ein fast gleiches Protein mit der Bezeichnung TBC1D24 hat die gleiche Funktion im menschlichen Gehirn. Genetische Mutationen dieses Proteins führen zu einer Abweichung, dem sogenannten DOOR-Syndrom. Dazu gehören Gehörlosigkeit, Entwicklungsstörungen der Nägel, brüchige Knochen, geistige Behinderung/Entwicklungsverzögerung sowie Epilepsie.

Gemeinsam gelang es die dreidimensionale Struktur von Skywalker sichtbar zu machen. Damit konnte das Protein bis ins kleinste Detail untersucht werden. Laut Versées konnten so völlig neue Erkenntnisse über die genaue Funktion dieses Proteins gewonnen werden - und damit auch die Funktion von TBC1D24. "Wir haben unter anderem entdeckt, dass es sich mit bestimmten Fetten im Gehirn verbindet. Noch wichtiger ist allerdings, dass dieses Verbindung bei mehr als 70 Prozent der Patienten mit einer TBC1D24-Mutation beeinträchtigt ist."

Komplettes Unterdrücken möglich

Basierend auf den Ergebnissen erhöhten die Wissenschaftler die Konzentration bestimmter Fette in den Gehirnen von Fruchtfliegen mit einer Skywalker-Mutation. In der Folge kam es bei den an Epilepsie erkrankten Insekten zu keinen Anfällen mehr. Sie ließen sich vollständig unterdrücken. Laut Verstreken könnnte das bei verschiedenen Formen von Epilepsie von Bedeutung sein. Die beiden Wisenschaftler werden ihre Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen, ihre ergebnisse wurden in "Nature Structural & Molecular Biology" veröffentlicht.

Verstreken ist auf Gehirnforschung spezialisiert und konzentriert sich in seiner Arbeit auf die Synapsen. Diese Verbindungen zwischen zwei Nervenzellen sind für die Übertragung von elektrischen Signalen im Gehirn verantwortlich. Bei verschiedenen Erkrankungen des Gehirns wie zum Beispiel bei Parkinson, ist die Kommunikation zwischen den Synapsen nur mehr eingeschränkt möglich. Versées erforscht die Vorgänge, die direkt in den Zellen stattfinden, bis auf die Ebene einzelner Moleküle und Atome. Durch das Erkennen der dreidimensionalen Struktur der Proteinmoleküle versucht er Informationen über ihre Rolle in den Zellen und die Mechanismen herauszufinden, die für Krankheiten verantwortlich sind.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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