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Wie erkenne ich die Dickmacher im Supermarkt? Eine einfache Zahl hilft!

Gabi Schoenemann  / pixelio.de © Gabi Schoenemann / pixelio.de

Bewusste Ernährung wird in Zeiten zunehmender chronischer Erkrankungen immer wichtiger. Dabei braucht es nur etwas Hintergrundwissen um die Abläufe im menschlichen Körper und Kenntnisse darüber, wie Lebensmittel auf den Organismus wirken. Eine kleine Zahl bringt dabei Licht in die Diskussionen um gesunde Nahrungsmittel.

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Wie dir der Glykämische Index beim abnehmen helfen kann:

Versteht man, was sich hinter dem Begriff „Glykämische Index“ versteckt, muss man sich nicht mehr den Kopf beim Einkaufen zerbrechen, ob die Produkte im Einkaufswaagen geeignet sind, um am Bauch abzunehmen.

Definition und praktische Bedeutung des Glykämischen Index (GI)

Im Blutkreislauf des Menschen befinden sich Zuckermoleküle in Form von Glukose, die als Energielieferanten wichtig sind. Der Blutzuckerspiegel wird zusätzlich durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel sorgen für einen Anstieg des Zuckerspiegels im Blut, der Körper reagiert in diesen Momenten mit der Ausschüttung von Insulin. Dieses Hormon sorgt für eine Absenkung der Blutzuckerkonzentration, indem die Zuckermoleküle in Muskel-, Fettzellen oder die Leber verlagert und aufbewahrt werden, bis ein großer Energiebedarf ihre Freisetzung in die Blutbahn bewirkt. Beispielsweise bei

  •  physischen Belastungen wie Sport oder körperlicher Arbeit
  •  psychisch fordernden Situationen wie Prüfungen oder neuen Lebensumständen
  • Energiebedarf zwischen Mahlzeiten
  • Schlafphasen, in denen der Körper ebenfalls Energie verbraucht

Kohlenhydrate werden hinsichtlich ihrer zuckerverstärkenden Wirkung im Blut unterschieden. Diese Differenzierung wird durch eine Zahl, den sogenannten Glykämischen Index, ausgedrückt.

Obwohl in Weißbrot und Haushaltszucker die gleichen Kohlenhydrate vorhanden sind, machten Wissenschaftler die Entdeckung, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr dieser Nahrungsmittel unterschiedlich stark anstieg. Daraufhin wurde der Glykämische Index für die einzelnen Nahrungsmittel festgelegt. Traubenzucker und seine Wirkung auf den Blutzuckerspiegel dienen dabei als Basiswert mit dem Index 100. Ein GI von 50 sagt demzufolge aus, dass der Blutzuckerspiegel durch Kohlenhydrataufnahme nur um die halbe Menge im Vergleich zu Traubenzucker ansteigt. Allgemein lässt sich daher sagen:

  •  Lebensmittel mit einem GI größer als 70 bewirken in sehr kurzer Zeit eine hohe Zuckerkonzentration im Blut
  •  Lebensmittel mit einem GI zwischen 50 und 70 erhöhen den Blutzuckerspiegel auf ein mittleres Niveau
  •  Lebensmittel mit einem GI unter 50 erhöhen die Zuckerkonzentration nur langsam und in geringem Maße

Wozu braucht es den Glykämischen Index in der Praxis?

Je mehr Zucker durch den Verzehr von Kohlenhydraten in die Blutbahn kommt, desto mehr Zuckermoleküle müssen zwischengelagert werden. Wird diese potentielle Energie nicht abgerufen, kommt es zu Gewichtszunahmen. Daher gelten Nahrungsmittel mit einem hohen GI als Dickmacher, die Du meiden solltest. Hier einige Beispiele:

Lebensmittel mit hohem GI:

  • Baguette (95)
  • Toastbrot (73)
  • Cornflakes (81)
  • Traubenzucker (100)

Lebensmittel mit mittlerem GI:

  • feines Vollkornbrot (70)
  • Rote Beete (64)
  • Ananas (59)
  • Haferflocken (55)

Lebensmittel mit geringem GI:

  • Linsen (30)
  • Joghurt (27)
  • Apfel (38)
  • Möhren (47)

Da der Stoffwechsel auch von der Konstitution des einzelnen Menschen abhängt und das Kombinieren verschiedener Nahrungsmittel unterschiedliche Blutzuckerreaktionen hervorruft, wird der GI von einem zweiten Parameter unterstützt, der Glykämischen Last. Sie orientiert sich nicht nur an Reaktionszeit und Zuckeranstieg, sondern berücksichtigt auch denKohlenhydratgehalt des entsprechenden Lebensmittels.

Wissen für die Gesundheit

Ein Blick auf Listen, die den GI einzelner Lebensmittel aufführen, zeigt, dass es vorrangig weiterverarbeitete Lebensmittel sind, die den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe schießen lassen und damit unerwünschte Gewichtszunahmen bewirken können. Auch wenn die Verwertung von Lebensmitteln im menschlichen Körper vielen individuellen Aspekten unterworfen ist, lohnt sich eine Orientierung am Glykämischen Index, um einer gesunden Ernährung etwas näher zu kommen.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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