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Der sagenumwobene Medizinertest – zum Arztberuf ohne Top-Noten im Abitur!

Thomas Northcut / Digital Vision / Thinkstock © Thomas Northcut / Digital Vision / Thinkstock

Der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) ist ein spezifischer Studieneignungstest in Deutschland für die Studiengänge Humanmedizin und Zahnmedizin. Eingeführt im Jahre 2007 zunächst von der Universität Heidelberg, verwenden heute mehr und mehr Universitäten das Testergebnis der Prüflinge zur Auswahl ihrer Studenten.

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Auch wenn vom Testentwickler ITB Consulting bestritten wird, dass der TMS trainierbar sei, investieren schon heute über 80% der Teilnehmer in eine fundierte TMS Vorbereitung und bereiten sich entsprechend mit Büchern oder Seminaren vor. In diversen Untertests fragt der Test Fähigkeiten wie räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit, Textverständnis oder mathematische Grundkenntnisse ab. In den Jahren seit der Einführung des Tests haben sich mehrere Unternehmen auf die TMS Vorbereitung spezialisiert und bieten bspw. fachspezifische Seminare an. Diese Seminare behandeln neben den oben genannten Aufgabengruppen oftmals auch eine Simulation der Testsituation, Auswertung der Stärken und Schwächen der Absolventen oder den Umgang mit Stresssituationen.

Der Grund für die akribische Vorbereitung vieler Prüflinge ist der gravierende Mangel an deutschen Studienplätzen in der Human- und Zahnmedizin. Schon heute gibt es auf jeden Studienplatz etwa vier Bewerber und viele warten bis zu 7 Jahre, um über die Wartezeitquote einen Platz zu ergattern. Außerdem ist die Teilnahme am Medizinertest nur einmal möglich. Ein schlechtes Ergebnis ist für viele Medizinbewerber gleichbedeutend mit niedrigen Chancen auf einen Studienplatz. Zwar ist die Teilnahme am TMS freiwillig und nicht zwingend für eine Medizinbewerbung notwendig, jedoch reicht die reine Abiturnote nur in den wenigsten Fällen aus: An den meisten Unis existieren Auswahlgrenzen von 1,0. Ein gutes Ergebnis im TMS und eine ausgiebige TMS Vorbereitung sind deshalb für alle "schlechteren" Abiturienten sehr wichtig.

Anders als im Abitur wird im Medizinertest kein absolutes Ergebnis vergeben, sondern eine Rangliste erstellt und den TMS Absolventen ein Prozentrang mitgeteilt. Ein hoher Prozentrang ist gleichbedeutend mit einem guten Ergebnis. von den 17 Universitäten, die den Medizinertest in ihrem Auswahlverfahren berücksichtigen, vergeben die meisten einen Bonus für das Erreichen eines bestimmten Prozentranges, wie bspw. 70%. Dieser Bonus wird dann auf die Abiturnote angerechnet. Folgende Unis setzen heute den TMS ein: Bochum – Erlangen-Nürnberg – Frankfurt - Freiburg – Halle (Saale) – Heidelberg – Heidelberg-Mannheim – Leipzig – Lübeck – Mainz – München – Oldenburg – Regensburg – Tübingen – Ulm – Würzburg. Angesichts dieser Zahl und der Schwierigkeit an einer der Unis zugelassen zu werden kommt schon heute praktisch kein Abiturient am Medizinertest vorbei. Entsprechend ernst sollte die TMS Vorbereitung demnach auch genommen werden.

Autor: Wissen Gesundheit Redaktion

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