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Blutspenden: Sechs Wochen Lagerung sind zu lang

Michael Bührke  / pixelio.de © Michael Bührke / pixelio.de

Blutspenden: Sechs Wochen Lagerung sind zu lang

Bei alten Konserven steigt letztlich die Eisenkonzentration sehr stark an

Die Haltbarkeit von frisch gespendetem Blut lässt sich mit den derzeit eingesetzten Verfahren auf bis zu 42 Tage verlängern. Wenn Blutkonserven aber über 35 Tage alt sind, könnten sie die Gesundheit der Empfänger gefährden, wie nun eine neue Studie zeigt. Forscher des Columbia University Medical Center http://cumc.columbia.edu verlangen nun von der US-amerikanischen Food & Drug Administration http://www.fda.gov , Blutkonserven bereits nach fünf statt nach sechs Wochen Lagerung zu entsorgen.

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"Aktuelle Studien haben gezeigt, dass Transfusionen mit alten Blutkonserven keinen Einfluss auf den Genesungsprozess der Patienten haben, aber diese Studien haben sich nicht eingehend mit dem ältesten für Transfusionen verfügbaren Blut auseinandergesetzt. Unsere neue Studie hat echte Probleme aufgedeckt, wenn Blut verabreicht wird, das älter als fünf Wochen ist", erklärt Steven Spitalnik, einer der Studienleiter.

Eisenüberschuss fördert Infektionen

Spitalnik und Kollegen verabreichten 60 gesunden Versuchsteilnehmern rote Blutzellen, die für ein bis sechs Wochen gelagert worden waren. Bei sieben der neun Empfänger von sechs Wochen altem Blut konnte ihr Körper die durch den Alterungsprozess leicht beschädigten Blutzellen nicht richtig verstoffwechseln, wodurch große Mengen an Eisen in ihrem Blutkreislauf freigesetzt wurden.

Zwar trug niemand der gesunden Patienten von der Behandlung Schäden davon, wenn aber Krankenhauspatienten so einer hohen Eisenkonzentration ausgesetzt wären, könnte sich das Bild ändern: Ein Eisenüberschuss begünstigt die Klumpenbildung im Blut sowie Infektionen. "Es wird geschätzt, dass zehn bis 20 Prozent der für Transfusionen genutzten Blutkonserven mehr als fünf Wochen gelagert wurden, also ist die Zahl der Patienten, die sehr altes Blut verabreicht bekommen, bedeutend", ergänzt Forscher Eldad Hod.

In Europa wird das Spenderblut ebenfalls für 42 Tage haltbar gemacht - und auch so lange verwendet. Einige Länder sind laut Spitalnik aber bereits vorsichtiger geworden: Großbritannien, Irland und die Niederlande hätten die Lagerungsdauer schon auf 35 Tage reduziert.

Autor: Wissen Gesundheit - Redakation

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