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Tipps für die richtige Ernährung bei Diabetes

JerzyGorecki – pixabay.com © JerzyGorecki – pixabay.com

Nie wieder Nudeln und Schokolade? Die meisten Menschen denken bei der Diagnose "Diabetes" an einen radikalen Umsturz ihrer Ernährungsgewohnheiten. Doch mit ein bisschen Übung können Betroffene heute einen fast normalen Alltag leben – inklusive der einen oder anderen Gaumenfreude. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie besonders achten sollten und wie die richtige Ernährung Ihnen dabei helfen kann, Ihre Blutzuckerwerte dauerhaft zu verbessern.

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Diabetes – Autoimmunerkrankung oder Insulinresistenz?

In Deutschland leben rund sechs Millionen Bundesbürger mit Diabetes Mellitus. Während es sich bei rund 90 Prozent der Fälle um einen Diabetes Typ-2 handelt, entsteht der Diabetes bei ca. 5-10 Prozent aufgrund einer Autoimmunerkrankung (Typ-1-Diabetes). Die restlichen Fälle setzen sich aus Schwangerschaftsdiabetes und weiteren Formen der Erkrankung zusammen. Inwiefern eine dauerhafte Anpassung der Ernährungsgewohnheiten dabei helfen kann mit Diabetes einen normalen Alltag zu leben, hängt unter anderem davon ab, um welchen Typ von Diabetes Mellitus es sich jeweils handelt: Bei der Autoimmunerkrankung (Typ-1-Diabetes) verhindert das körpereigene Immunsystem die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse, während bei Typ-2-Diabetes das Hormon nicht wirksam verarbeitet werden kann. Folge beider Formen ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel, der u.a. zu einer irreversiblen Schädigung der Blutgefäße führen kann.

In der Medizin herrscht mittlerweile Konsens darüber, dass eine Ernährungsumstellung kombiniert mit regelmäßiger sportlicher Aktivität Menschen mit Typ-1-Diabetes dabei helfen kann, sowohl eine Über- als auch eine Unterzuckerung zu vermeiden und das zugeführte Insulin auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Die Autoimmunerkrankung lässt sich zwar nicht "heilen", doch die Blutzuckereinstellung lässt sich durch die richtige Ernährung deutlich verbessern. Für den Diabetes-2-Typ sind die Aussichten sogar noch besser: Menschen mit einer Insulinresistenz können nach einer erfolgreichen Ernährungsumstellung und dauerhaft erhöhter körperlicher Aktivität häufig sogar vollständig auf die Einnahme von oralen Antidiabetika verzichten.

Alltag mit Diabetes

Während sich eine Insulinresistenz normalerweise gut mit Ernährung/Bewegung und/oder oralen Antidiabetika regulieren lässt, sind Menschen mit Typ-1-Diabetes ein Leben lang auf eine Insulinzufuhr angewiesen. Diese erfolgt mithilfe eines Pens oder einer Insulinpumpe. Wieviel Insulin jeweils zugeführt wird, entscheidet sich u.a. nach

  • dem gemessenen Blutzuckerwert
  • der Menge und Zusammensetzung der aufgenommenen Nahrung,
  • dem Ausmaß an körperlicher Aktivität (Sport etc.)
  • generellen Lebenswandel (stressiger Alltag, stressiger Beruf etc.)

Um genau berechnen zu können, wie viel Insulin zuzuführen ist, bedarf es einiger Erfahrung. Idealerweise absolviert man entsprechende Schulungen. Die gängigste Methode der Insulintherapie ist derzeit die sogenannte Intensivierte Insulintherapie (ICT). Hier wird zweimal am Tag ein Basalinsulin mit Langzeitwirkung (Grundbedarf) und jeweils zu den Mahlzeiten ein kurz wirkendes Insulin gespritzt.

Anstelle einer speziellen Diabeteskost, wie sie noch vor einigen Jahren empfohlen wurde, setzt die Medizin heute hauptsächlich auf eine varianten- und abwechslungsreiche Mischkost, deren Kaloriengehalt grundsätzlich dem tatsächlichen täglichen Bedarf angepasst sein sollte. Lesen Sie in unseren Ernährungstipps bei Diabetes, wie Sie Ihrer Erkrankung entsprechend essen können, ohne auf kreative Kochgänge und schmackhafte Menüs zu verzichten.

Ernährung bei Diabetes – Diätpudding war gestern

Die beiden kritischen Lebensmittelgruppen für Menschen mit Diabetes sind Kohlehydrate und Fette, da Erstere zu Glukose verstoffwechselt werden und Letztere eine potentielle Gefahr für das Herz-Kreislauf-System darstellen, das im Falle von Diabetes Mellitus ohnehin stärker belastet ist. Anstatt Menschen mit Diabetes zu einer zucker- und fettarmen Kost unter Verwendung von Spezialprodukten (z.B. Diät-Varianten) zu raten, empfiehlt die Medizin heutzutage, auf eine gute Qualität der jeweiligen Fette und Kohlenhydrate zu achten. So sieht eine abwechslungsreiche Mischkost den Verzehr von Vollkornprodukten, magerem Fleisch, Fisch, hochwertigen pflanzlichen Ölen und einer großen Menge an frischem Obst und Gemüse vor. Was die Aufnahme von Kohlenhydraten betrifft, sollten Sie außerdem darauf achten, den Anteil an einfachen Kohlenhydraten so gering wie möglich zu halten, da diese den Blutzucker sehr schnell ansteigen lassen: Im Verdauungsapparat werden die Kohlenhydratketten in ihre einzelnen Zuckermoleküle aufgespalten und in den Blutkreislauf transportiert – das geht bei einfachen Kohlenhydraten schneller.

Folgende praktischen Tipps können Ihnen dabei helfen, die richtigen Ernährungsgewohnheiten Stück für Stück in Ihren Alltag zu integrieren:

  • Fett & Kohlenhydrate: Achten Sie darauf, dass Ihre Gesamtfettaufnahme nicht über 30 Prozent und die Kohlenhydrataufnahme nicht über 60 Prozent Ihrer zulässigen Gesamtenergie für den Tag liegt (Ihre Gesamtenergie setzt sich aus Ihrem Aktivitätslevel, Ihrem Alter und Ihrem Gewicht zusammen).
  • Ballaststoffe: Achten Sie darauf, besonders ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie z.B. Vollkornprodukte, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Avocados zu sich zu nehmen.
  • Obst & Gemüse: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, mindestens zweimal am Tag Obst (idealerweise z.B. rote Beeren, Mango) und dreimal am Tag Gemüse (z.B. grüne Salate, Gurke, Spinat) zu essen.
  • Fisch: Essen Sie ca. zweimal pro Woche Fisch (bevorzugt fette Fische wie Thunfisch, Makrele oder Lachs) und verzichten Sie dafür auf fettes Fleisch und auf Wurstwaren aller Art.
  • Milchprodukte: Versuchen Sie, Ihren Milch- und Käsekonsum einzuschränken und auf die fettarmen Varianten umzustellen.
  • Öle, Nüsse, Samen: Verwenden Sie hochwertige Pflanzenöle zum Kochen (z.B. Natives Olivenöl, Raps-, Lein- oder Kokosöl); auch Nüsse und Samen (z.B. Hanf- oder Sesamsamen) enthalten viele essentielle Fettsäuren. Meiden Sie tierische Fette.
  • Süßspeisen: Verzichten Sie, soweit es geht, auf raffinierten Zucker, wie er in Mehlspeisen, Schokolade und Fertigprodukten enthalten ist. Setzen Sie stattdessen lieber auf natürliche Zuckerquellen wie Obst oder Rosinen.

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Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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