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Die Wahrheit über Energy Drinks

Flickr.com (James Riley) © Flickr.com (James Riley)

Energy Drinks sind in aller Munde. Sie werden gerne und viel konsumiert. Vor allem in Deutschland ist der durchschnittliche Konsum pro Kopf gerechnet relativ hoch, wobei die Gruppen der Heranwachsenden und jungen Erwachsenen den größten Teil der Konsumenten ausmachen, welche die süßen Mischgetränke trinken. Doch besonders diese Gruppen sind es auch, denen vom Verzehr der Getränke abzuraten ist. Zwar kann durch Energy Drinks eine kurzzeitige Leistungssteigerung ausgelöst werden, allerdings können auch viele Nebenwirkungen eintreten. Doch was sind Energy Drinks überhaupt? Was beinhalten sie und wie wirken sie?

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Gefährliche Inhaltsstoffe

Die Hauptzutaten von Energy Drinks sind Wasser und Zucker. Daneben sind, neben diversen Regulatoren, Geschmacksverstärkern und Farbmitteln, häufig aufputschende Zusätze, wie Koffein, Taurin, Kreatin, Ephedrin und Inosit enthalten. Bei manchen Herstellern lesen sich die enthaltenden Zutaten fast wie Stoffe aus einem Chemielabor und weisen nicht wirklich auf ein „Erfrischungsgetränk“ hin. Zwar sind Geschmacksverstärker, Regulatoren und Farbmittel in der Branche üblich, allerdings weisen die Inhaltsstoffe wie unter anderem Koffein, Taurin und Ephedrin nicht nur auf eine aufputschende Wirkung, sondern auch auf potenzielle Nebenwirkungen hin.

Wirkung der Inhaltsstoffe

Die schon angesprochenen Inhaltsstoffe wirken sehr unterschiedlich. Jeder verspürt nach dem Konsum individuell unterschiedliche Wirkungsweisen. Koffein sorgt im Allgemeinen dafür, dass Neuronen im Gehirn freigesetzt werden. Somit erhält der Konsument einen Energieschub und sein Körper geht in einen Zustand über, der einem bevorstehenden körperlichen Angriff gleicht. Dieser „Alarmzustand“ löst eine Kette von Reaktionen im Körper aus, die ursprünglich nur in Gefahrensituationen stattfinden. Erfährt man diesen Zustand zu häufig, oder noch schlimmer, dauerhaft kann es zu schweren Nebenwirkungen wie Herz-Rhythmus-Störungen führen. Taurin ist ein natürlich im Körper und Lebensmitteln vorkommender Stoff und wird oft als Zellschutz für stark belastete Körper angepriesen. Allerdings ist diese Wirkungsweise nicht bewiesen und es gibt keine Studien zur Langzeitwirkung von hohen Dosen. Ephedrin ist der Hauptwirkstoff der Ephedra-Pflanze und wurde lange in vielen Arzneimitteln verwendet. Wegen der appetitzügelnden und fettbverbrennenden Wirkung wurde es zudem als Schlankheitsmittel eingesetzt. Heute wird das zu den Amphetaminen gehörende Mittel nur noch wenig eingesetzt. Es wirkt kreislaufstimulierend, antriebs- und leistungssteigernd und fällt unter das Betäubungsmittelgesetz. Allerdings werden ähnliche Stoffe in den Getränken eingesetzt, die wie Ephedrin unter anderem zu Herzrasen, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüchen führen. In der Infografik ist sehr schön zu sehen, wie diese Inhaltsstoffe auf den Körper wirken.

Studien beweisen Nebenwirkungen

Vor allem Sportler greifen häufig noch zu Energy Drinks. Erste Studien beweisen allerdings, dass die negativen Auswirkungen auf den Körper überwiegen. So ergab eine Studie der Madrider Camilo José Cela Universität, die an Sportlern durchgeführt wurde, dass dem kurzzeitigen positiv stimulierenden Effekt, der auf die hohen Zucker- und Koffeingehalte der Drinks zurückzuführen ist, viele negative Effekte gegenüberstehen. Die Teilnehmer berichteten unter anderen von Schlafstörungen und anderen nervösen Störungen, die bei ihnen vermehrt auftraten.  Zudem beweist eine Studie der US-amerikanischen Mayo Klinik den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Energiegetränken und Herzkreislaufstörungen. Es wird von „akuten hämodynamischen (Steigerung des Blutflusses) und adrenergen (Erhöhung des Adrenalinspiegels) Veränderungen“ geschrieben, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

So sollte jeder, der gerne Energy Drinks konsumiert, darauf achten dies in Maßen zu tun, denn es wurde nachgewiesen, dass der Konsum negative Langzeitfolgen für den Körper nach sich ziehen kann. Zudem sollte die Diskussion über die Reglementierung des Verkaufs neu angefacht werden, damit so die Wahrnehmung der Bevölkerung für die Nebenwirkungen auch geschärft wird.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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